#44 Du bist nicht wichtig genug für einen Sh*tstorm!
Shownotes
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Über mich: Alexandra Weck – 17 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche, heute Sales 4.0 Expertin. 🔗 LinkedIn-Profil - ([https://www.linkedin.com/in/alexandra-weck/)]])
In dieser Episode erfährst du:
- warum negatives Feedback unvermeidlich ist – und warum das nichts Schlechtes ist
- weshalb die meisten Menschen deine Inhalte kaum wahrnehmen
- was wirklich das Schlimmste ist, das bei Sichtbarkeit passieren kann
- warum Feedback von Nicht-Mandanten und Nicht-Experten irrelevant ist
- weshalb Kritik niemals persönlich ist, sondern deinen „Avatar“ betrifft
- warum Unsichtbarkeit kein Schutz, sondern ein Risiko für deine Reputation ist
- weshalb niemand auf deinen Content wartet – und warum genau das befreiend ist
- warum Fehler schneller vergessen werden, als du denkst
- weshalb du niemals kontrollieren kannst, was andere über dich denken
- warum Polarisierung notwendig ist, um die richtigen Mandanten anzuziehen
- weshalb negatives Feedback reine Statistik ist – nicht Schicksal
- wie du lernst, emotional souverän mit Kritik umzugehen 🎧 Weniger Angst. Mehr Klarheit. Mehr Sichtbarkeit.
Transkript anzeigen
Alexandra Weck: Was ist, wenn jemand etwas Negatives schreibt? Diese Angst hält 90 Prozent der Vermögensverwalter davon ab, sichtbar zu werden. Und hier ist die Wahrheit, negatives Feedback ist Statistik, nicht Schicksal. Ein Prozent werden immer negativ reagieren. Bei 100 Zuschauern ein Kritiker, bei 10.000 100 Kritiker. Diese Prozente ändern sich nicht. Und das ist wie bei einem größeren Portfolio. mehr AUM, größere Schwankungen. Aber der Unterschied ist, die 99 Prozent, die nicht negativ reagieren, die könnten deine nächsten Mandanten sein. Daher fokussiere dich bitte auf die richtigen und nicht aus Angst vor den falschen Nichts tun obwohl du oder ihr sichtbar werden könntet. Und damit herzlich willkommen zum Weck Up Call dein Podcast für Sales 4.0. speziell für Vermögensverwalter, Family Offices, Fintechs und auch jeden, der im Banking lernen möchte, wie Sales geht. Und ich habe heute ein Thema für euch, das etwas anders ist als sonst, was ich aber immer wieder merke, was sehr wichtig ist. Und es geht heute nicht LinkedIn-Strategien, nicht Webinaraufbau, nicht Follow-up-Prozesse, es geht etwas Fundamentaleres. Warum? traut ihr euch eigentlich nicht. Es geht heute genau das, denn ich höre immer wieder auch in Gesprächen mit Vermögensverwaltern, Family Offices und Finanzberatern. Ich weiß nicht, ob ich mich zeigen soll. Was denken meine Kollegen, wenn ich das und das jetzt mache? Wenn ein Ultra High Net Worth Individual Kunde das sieht und es dann unprofessionell findet. Was ist, wenn ich was Falsches sage? Was ist, wenn der Konkurrent in Zürich denkt? Was macht denn der da drüben? Und ich verstehe das wirklich, denn in einer Branche, der Diskretion und Seriosität zu unserer DNA gehören, fühlt sich Sichtbarkeit wie ein sehr großes Risiko an. Und genau deswegen möchte ich euch heute ein paar Gedanken mitgeben, die mir persönlich und auch meinen bisherigen Kunden sehr geholfen haben und bei euch vielleicht auch etwas auslösen. Denn es geht darum, wie man innerlich an den Punkt kommt, wo einem die Meinung anderer nicht mehr im Weg steht, wo man einfach macht, sichtbar wird, postet, sich zeigt, ohne sich ständig zu fragen, was jemand anders davon halten könnte. Und ich habe zwölf Gedanken dazu mitgebracht. Der eine oder andere ist vielleicht philosophisch, andere sind provokant, aber alle haben mir dahin geholfen, wo ich heute bin. Also wenn ihr bereit seid, dann legen wir los. Der erste Gedanke, wir werden alle sterben. Und ich weiß, das klingt auch jetzt düster, aber hört mir auch zu. Wir werden alle sterben. Man sagt ja auch immer, nichts ist so sicher wie der Tod und die Steuer. Und das gilt auch für mich. Und irgendwann ist einfach Schluss. Und was dann passiert, so bitter das auch ist, niemand interessiert sich mehr dafür, was wir mal auf LinkedIn gepostet haben oder auf Instagram. Und wenn ihr das letzte Mal darüber nachgedacht habt, wann jemand vor 100 Jahren etwas Peinliches gemacht hat. Also ich weiß noch, wer meine Großeltern waren und was die gemacht haben und meine Urgroßeltern. Nur aus Erzählungen. Ich kenne die Namen, aber ich wüsste nicht mal mehr das Geburtsdatum. Ja die meisten von euch kennen vielleicht auch gerade noch zwei, drei Generationen zurück und dann hört's auf. Das bedeutet, so hart das auch ist, in 100 Jahren interessiert sich niemand mehr für uns. Und für mich auch nicht, für keinen von uns. Und das ist wiederum sehr befreiend. Denkt mal an die legendäre Banker, die legendären Banker der Geschichte. JP Morgan, die Rothschilds. Wir erinnern uns alle an ihre Erfolge und selten an ihre Fehltritte. Niemand recherchiert heute, was sie 1895 Peinliches in der Zeitung vielleicht gesagt haben oder in einem Interview. Denn wenn sich sowieso niemand langfristig an uns alle erinnert, Warum sollte es uns jetzt interessieren, was irgendjemand heute über unseren LinkedIn-Post denkt? Das erste, das ist der erste und der vielleicht wichtigste Gedanke, die eigene Wichtigkeit auch zu relativieren. Wir überschätzen massiv, wie viel Aufmerksamkeit wir bekommen. Und die Wahrheit ist, nobody cares. Und das ist eigentlich auch gut so. Damit kommen wir zum Gedanken 2. Es passiert auch nichts. Denn was ist das Schlimmste, passieren kann, wenn ihr einen LinkedIn-Post veröffentlicht oder mal ein YouTube-Video über den Markt oder ein YouTube-Video, wo ihr euer Office zeigt, euer Team vorstellt? Ernsthaft, denkt mal drüber nach. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Jemand könnte einen negativen Kommentar schreiben. Okay, und dann verliert ihr euren Job? Verliert ihr Ultra High Networth Kunden? Extrem unwahrscheinlich. Die schauen sich das nicht an, weil die vertrauen euch ja. Verliert ihr eure BaFin Zulassung? Nein, bestimmt nicht wegen eines Business Posts. Wir haben aber immer noch dieses, und viele von euch machen, Behavioral Finance. Wir haben dieses Steinzeitgehirn immer noch in uns. Damals in einer Horde von 10, 15 Menschen, da war soziale Ablehnung lebensgefährlich. Wenn wir ausgestoßen wurden, starben wir alleine in der Wildnis. Aber heute gibt es keine echte körperliche Gefahr, wenn ihr einen Post im Internet macht. Das schlimmste, passieren kann, da könnt ihr jetzt mal alle Influencer fragen, die man so kennt. Das schlimmste, was passieren kann, niemand reagiert. Das zweitschlimmste, jemand schreibt was Blödes. Aber beide Fälle überlebt ihr. Und ich kann euch jederzeit auch Kommentare zeigen, wo jemand auf meine Posts irgendwas Blödes kommentiert. Aber wisst ihr was, es interessiert mich nicht, gleich und da kommen wir dann zum dritten Punkt. Denn ihr überlebt beide Male. Und es gibt fast keine negativen Konsequenzen, aber das Potenzial nach oben ist riesig und ihr alle habt Wirtschaft studiert, die meisten von euch. Ihr kennt Opportunitätskosten, ihr kennt die Kosten des Nichthandelns. Also überlegt euch jetzt mal, was sind die Kosten des Nichthandelns gegen die Kosten eines negativen Kommentars? Denn wenn es gut läuft, neue Mandanten, neue Sichtbarkeit. neue Vermittlerbiss-Jungen und denkt ihr wirklich ein Ultra High Net Worth? Der wird sich von Ich sag mal Horst aus irgendeinem Kaff in Deutschland, der sich damit brüstet, irgendwie zwei Euro beim Einkaufen gespart zu haben. Wenn der was auf YouTube kommentiert, glaubt ihr nicht, einer eurer Zielkunden wird so was genau richtig deuten können? Die meisten eurer Kunden sind selber Unternehmer. Die haben Bewertungsportale, die wissen, wie das ist. Also habt keine Angst, eure Kunden, die Zielgruppe, die ihr erreichen wollt, Die werden verstehen, was da passiert. Die canceln euch nicht nur, weil ihr einen schlechten Kommentar irgendwo habt. wie gesagt, wenn es gut läuft, neue Mandanten, neue Sichtbarkeit, neue Beziehungen, wenn es schlecht läuft, dann passiert nichts. Denn am Ende seid ihr immer noch viel zu unwichtig. Die BILD-Zeitung wird nicht über euch schreiben, nur weil irgendjemand einen Kommentar über euch auf Social Media macht. Und die BILD-Zeitung interessiert sich auch nicht dafür, wenn euer Produkt vielleicht ein paar Prozente hinter der Benchmark hinterher ist. Weil auch das ist die Wahrheit. Das ist bei vielen von euch so. Das interessiert niemanden. Also seht es eher so. Es ist wie eine gute Call-Option. Begrenzte Downside, unbegrenzte Upside. Das ist eigentlich ein guter Deal. Und jetzt kommen wir damit zum dritten Punkt. Feedback von den falschen Leuten ist so irrelevant. Denn nicht jedes Feedback zählt. Tatsächlich zählt das meiste Feedback überhaupt nicht. Deswegen, wessen Meinung ist relevant? Nur die von Menschen, die entweder eure Mandanten und Kunden sind oder es werden könnten. Oder die nachweislich erfolgreich gemacht haben, was ihr machen wollt. Alle anderen sind irrelevant. Wenn also euer Schwager, der bei einer Versicherung arbeitet, noch nie 50 Millionen verwaltet hat und wenn der euch sagt, LinkedIn ist aber unseriös, dann ist das ein Rat, den ihr bitte ignoriert. Wenn ein Kollege aus einem alten Private Banking Team, der selber überhaupt keine Mandanten über digitale Kanäle gewinnt, wenn der euch sagt, dass das bei Ultra High Net Worth Individuals nicht funktioniert, dann ist das irrelevant. Wenn jemand online einen negativen Kommentar schreibt, der weder euer Mandant ist, noch jemals einer werden wird, dann ist das nicht relevant. Das ist nur Wind. Das ist einfach Neues im Portfolio eurer Aufmerksamkeit. Und ich höre immer wieder in meinem Bereich Sales-Sichtbarkeit, digitale Kundengewinnung. Ich höre mir Feedback von Leuten an, beziehungsweise ich werde mit Feedback zugespammt von Leuten, die selber keine Ergebnisse haben. Das klingt jetzt arrogant, es ist aber überlebensnotwendig. Ihr müsst das ausblenden. Denn wenn ihr auf jeden hört, der eine Meinung hat, dann werdet ihr nie etwas tun. Und da draußen gibt es auch immer noch viele Agenturen, wollen euch einfach klassische PR verkaufen. Und ich sage jetzt nicht, dass das falsch ist. Aber wenn die euch gleichzeitig sagen, macht kein Social Media, dann würden bei mir alle Alarmglocken schrillen. Insbesondere wenn es auch eine PR Agentur ist, die vielleicht selber keine Accounts auf Social Media hat. Weil dann bedeutet das einfach auch, die verschließen sich einer kompletten Realität. und wie gesagt, ich sage nicht, dass PR Arbeit keinen guten Job macht, aber Es muss eingebettet sein in ein Gesamtkonzept. So, der Gedanke 4, der hat mir auch extrem geholfen, mein Mindset dahingehend zu verändern. Es ist niemals persönlich. Das gilt für jeden Lebensbereich, in dem ihr im Job seid. Ob das als Angestellter ist, als Chef, was auch immer. Wenn euch jemand kritisiert, dann kritisiert er nicht eure Person oder eure Identität. Also wenn jemand einen LinkedIn-Post kritisiert, kritisiert er nicht euch. Er kritisiert einen Avatar, eine öffentliche Version von euch, einen kleinen Ausschnitt dessen, was ihr online zeigt. Und auch wenn ihr auf LinkedIn viel teilt, aber auch euer LinkedIn-Profil, das seid nicht ihr. Und auch wenn ihr jetzt vielleicht den Eindruck habt, ich teile alles mit euch, das ist ganz weit weg, denn das stimmt nicht. Ich habe ganz viele Lebensbereiche, die komplett verschlossen sind vor LinkedIn, wo nichts ich auf LinkedIn poste, weil das einfach nichts in diesem Business-Kontext zu tun hat. Und euer LinkedIn-Profil, seid nicht ihr. Eure Post, das seid nicht ihr. Euer Video, das ist nicht ihr. Das sind Repräsentationen eures Business, also Avatare und Rollen, die ihr spielt. Und wenn jemand euren Avatar kritisiert, dann ist das Feedback für euren Prozess, aber nicht für euch als Mensch. Denkt an euern Unternehmen. Wenn mal ein Kunde unzufrieden mit einer Dienstleistung ist, dann stellt ihr nicht euren Wert als Mensch in Frage. Es ist Feedback für euren Prozess. Wenn im Mandantengespräch jemand sagt nein, dann lehnt er nicht euch ab. Er lehnt einfach nur ein Angebot ab, was in dem Moment nicht passt. Oder vielleicht habt ihr einfach schlecht verkauft und habt den Bedarf des Kunden nicht richtig erkannt. Ja? Denn das passiert tatsächlich auch sehr oft und vielleicht stimmt auch der Zeitpunkt nicht oder die Assetklasse nicht. Oder derjenige hat einfach einen sehr guten anderen Berater gefunden, der besser den Bedarf herausgearbeitet hat. Also wenn jemand einen Post von euch blöd findet, findet er nicht euch blöd. Es ist nur eine Momentaufnahme und ihr müsst das trennen. Diese Trennung ist sehr wichtig, denn euer Selbstwert darf niemals an dem hängen. Euer Selbstwert darf auch nicht an den Assets hängen, die ihr habt oder was auch immer. Das ist ganz, ganz wichtig und genauso gilt das für Social Media. Damit kommt aber jetzt auch der Gedanke 5. Ihr müsst erstmal sichtbar werden, bevor überhaupt jemand reagiert. Denn jetzt kommt die Ironie an der ganzen Sache. Die meisten von euch haben ultra Angst vor negativen Feedback. Aber wisst ihr was viel wahrscheinlicher ist? Gar kein Feedback. Denn überhaupt einen negativen Kommentar zu bekommen, müsst ihr erstmal so sichtbar sein, dass jemand emotional genug reagiert, überhaupt irgendetwas zu schreiben. Und das ist verdammt schwer zu erreichen. Die meisten von euch könnten oder ich weiß es ja, ich sehe es ja, posten wochenlang, ohne dass jemand nur mit der Wimper zuckt. Ich kenne Vermögensverwalter und Family Offices, die posten seit Monaten und das Schlimmste, was passiert, ist ein Daumen hoch vom eigenen Steuerberater. Die Schwelle überhaupt eine Reaktion auszulösen ist viel höher als ihr denkt. Also wovor genau habt ihr eigentlich Angst? Denn das negative Feedback was ihr befürchtet, das wird nie kommen, weil euch niemand bemerkt und das ist das Problem und die Chance, denn wie gesagt, Behavioral Finance wir haben mehr Angst vor den Ängsten und wenn es dann eintritt, es ist gar nicht so wie ihr denkt. Und damit kommen wir jetzt zum Gedanken zum nächsten. Der Shitstorm kommt auch ohne euch. Und hier kommt der Punkt, den mir auch ein Vermögensverwalter mal gesagt hat, ich bleibe lieber unsichtbar, falls mal was schief läuft. Diesen Einwand verstehe ich, aber er ist gefährlich falsch gedacht. wisst ihr was? Ein Shitstorm kann auch kommen, wenn ihr nirgendwo sichtbar seid. Ein unzufriedener Mandant, ein Ex-Mitarbeiter, ein Konkurrent mit schlechten Absichten, eine Falschmeldung in den Medien. Und dann passiert Folgendes. Was habt ihr dann? Keine Follower, die euch kennen, keine Community, die euch verteidigt, kein Narrativ, das ihr kontrolliert. Ihr habt keine Stimme. Das heißt, ihr habt einem fremden Narrativ nichts entgegenzusetzen. Stellt euch also vor, jemand schreibt etwas Negatives über euer Family Office. Und wenn die Leute dann euer Namen googeln, dann finden sie gar nichts. Nur diesen negativen Artikel. Jetzt stellt euch vor, ihr habt aber hunderte Posts, Videos, Testimonials, Podcasts, eine Community, die euch kennt, die euch vertraut. Was ist glaubwürdiger? Wer kontrolliert hier das Narrativ? Sichtbarkeit ist keine Gefahr. Sichtbarkeit ist eure Versicherungspolice. Euer Reputations-Hedge. Unsichtbarkeit. Das ist das Risiko. Und jetzt kommt der nächste Gedanke, Gedanke Nummer 6. Niemand wartet auf euch. Das klingt auch hart. Ich habe es aber schon oft gesagt. Niemand interessiert sich für euch und euer Produkt, denn niemand wartet auf euren nächsten Post. Niemand checkt täglich euer Profil. Niemand denkt abends vor dem Einschlafen. Ich frage mich, was dieser Vermögensverwalter aus Zürich morgen postet. Und wisst ihr was? Das ist auch befreiend. Denn wenn niemand auf euch wartet und beobachtet, dann könnt ihr auch einfach mal machen, was ihr wollt. Natürlich immer im Rahmen der Regulatorik. Das ist mir völlig klar. Aber wenn ihr aufhört zu posten, dann verschwindet niemand. Niemand fragt danach. Also ihr müsst noch nicht mal, wenn ihr heute anfängt und ihr sagt, nächste Woche schaffe ich es nicht, dann müsst ihr es auch nicht machen. Es fällt niemandem auf. Niemand wird unzufrieden und euch eine Bewertung schreiben, nur weil ihr eine Woche postet und dann nicht mehr. Aber das denken so viele von euch. Ich habe mit so vielen von euch mittlerweile gesprochen, seitdem ich diese Firma gegründet habe und auch die Jahre davor bei meinen Arbeitgebern. Ihr habt Angst vor einem Schatten. Und wenn ihr konsequent über Monate sichtbar seid, dann fangen Leute an, euch auch wahrzunehmen. Es ist wie beim Vermögensaufbau. Die ersten Jahre sieht man kaum Wachstum und dann kommt der Zinseszins. Der Zinseszins der Sichtbarkeit, des Contents und irgendwann explodiert die Kurve. Also macht euch keine Sorgen, dass euch alle beobachten. Das tun sie nicht, denn ihr seid viel unwichtiger als ihr denkt und das wiederum ist eure maximale Freiheit vom Mindset her. Ja und dann kommen wir damit zu Gedanke Nummer 7. Alle vergessen alles. Also selbst wenn ihr mal was blödes gesagt habt, einen peinlichen Post, einen Fehler macht. Alle vergessen es. Ihr vielleicht nicht, aber alle anderen. Ich hab natürlich auch in der Vergangenheit Situationen gehabt im Job oder was auch immer. Mal eine blöde E-Mail geschrieben, weil ich es nicht besser wusste, weil ich einen schlechten Tag hatte, was auch immer. Ja, ich hab richtig, richtig peinlich. Und jetzt kommt's. Der eine oder andere von euch kennt diese Geschichte. Ich hab ja im Investmentbanking mal auch gearbeitet als junger Mensch ohne eigene Kunden. Ich hatte keine Wahl, als einfach das zu tun, was die Chefs wollten. Und ich habe Cold-Calls gemacht für richtig kack Produkte, die einfach nicht gut waren und die kein Vermögensverwalter wollte. Und das war mir so peinlich, aber ich hab's gemacht und ich hab trotzdem was draus gelernt. Und wisst ihr, was passiert ist? Jahre später treffe ich dann auch wieder einen Vermögensverwalter und sag so, hey, Mir ist es total peinlich, wie ich euch damals immer angerufen habe wegen dieser B-Rated Products, von denen ich wusste, dass ihr sie nicht wolltet, aber ihr habt immer so nett zugehört. Und dann sagt er so, wir haben natürlich gelacht und wir hatten ein sehr gutes Verhältnis über die Jahre aufgebaut. Aber er sagte so, weißt du Alexandra, aber du hast es trotzdem so charmant gemacht und wir hatten auch einfach Mitleid. Und die haben nie was gekauft. Aber trotzdem war es eine sehr witzige Situation und wäre das damals nicht gewesen, könnte ich heute nicht darüber reden. Aber die meisten Menschen haben vergessen, dass ich damals diese peinlichen Anrufe bei einigen von euch gemacht habe. Und wir leben in einer Welt, der so viel Content, so viele Nachrichten, so viele Reize sind. Niemand hat die Kapazität, sich eure Fehler zu merken. Außer ihr seid Wirecard. Bitte. Das ist natürlich ein anderes Thema. Aber ich weiß, das seid ihr ja nicht. Also... Die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Die nächste Nachricht kommt. Euer Fehler vergessen. Also wer hat schon mal seine Positionierung gewechselt, auf eine Nische oder andere Kunden akquiriert? Wer hat schon mal von Defensiv zu Growth oder irgendwas anderes probiert? Hat euch jemals jemand drauf angesprochen und gesagt, boah, aber vor 3,5 Jahren hast du über das gesagt? Praktisch nie. Ja. Niemand verfolgt eure Karriere so genau, wie ihr denkt oder wie ihr Angst habt. Niemand führt Buch über eure Aussagen. Niemand ist so nachtragend. Alle vergessen alles und das gibt euch die Freiheit, mal was auszuprobieren und Fehler zu machen. Ihr sagt zwar immer, ja, aber dann ist alles für immer im Internet. Aber das findet doch auch niemand mehr. Also es muss schon richtig viel passieren, damit irgendwas von euch vor Jahren noch auffindbar ist. Ja und damit kommt der Gedanke Nummer 8. Ihr kontrolliert nicht, was andere denken. Denn hier ist eine fundamentale Wahrheit, die euch ja auch befreien wird. Egal was ihr macht, ihr werdet immer abgelehnt werden. Denn ihr könnt nicht kontrollieren, was andere Menschen denken oder fühlen. Wenn ihr postet, werden es immer welche mögen und andere nicht. Und alleine weil ihr Vermögensverwalter seid. Und das sage ich jetzt auch so, wie es ist. Es gibt Menschen da draußen, die hassen euch einfach, weil ihr Geld verwaltet. Das wird immer so sein. Aber ganz ehrlich, das sind ja auch nicht eure Kunden. Deswegen, wenn ihr gar nichts postet, dann werden manche das gut finden und die meisten, die werden aber denken, ihr seid unsichtbar und ihr seid nicht relevant. Es gibt keine Option, bei der alle glücklich sind. Es ist wie am Markt. Ihr könnt auch nicht jedes Szenario absichern. Irgendein Risiko gibt es immer. Wenn ihr Alpha wollt, dann geht ihr Risiko. Ihr könnt es also auch gleich lassen, es allen Recht zu machen. Ihr werdet sowieso abgelehnt von irgendjemandem, irgendwo auf der Welt, egal was ihr macht. Die Frage ist nur, werdet ihr abgelehnt für das, was ihr seid oder das, was ihr steht? Oder werdet ihr abgelehnt, weil ihr euch versteckt? Ich werde lieber für meine echte Meinung kritisiert, als dafür, dass ich gar keine habe. Und Gedanke Nummer 9. Wenn dich manche lieben, werden dich andere hassen. Ihr könnt nicht... polarisieren und es allen recht machen. Wenn ihr wollt, dass bestimmte Menschen euch wirklich mögen, eure Mandanten, dann müsst ihr bereit sein, dass andere Menschen euch nicht mögen, weil auch eure Mandanten die Geld anlegen. Und ihr kennt das, gerade in Deutschland, in der Schweiz ist es zum Glück nicht so ein Thema, aber gerade in Deutschland. Der Nachbar hat ein neues Auto, die ganze Nachbarschaft redet darüber und ich kenne sogar eine Geschichte von einem Unternehmer, den ich nicht kennengelernt habe, aber mein Partner hat kennengelernt. Und der ist erfolgreicher Unternehmer, hat richtig was aufgebaut, Arbeitsplätze geschaffen in Deutschland, also auch Steuern bezahlt, irgendwo im norddeutschen Raum, nicht in Hamburg, aber im norddeutschen Raum. Und der hat sich einfach irgendwann auch seinen Porsche gegönnt. Das heißt, in ein deutsches Produkt investiert. wo viele deutsche Arbeitsplätze dranhängen und der traut sich nicht damit so richtig das zu genießen und mal in seiner Heimat damit rumzufahren. Der fährt damit meistens einfach auf die Rennstrecke oder in Urlaub. Und das ist doch krass. Überlegt euch das mal. Deswegen, eure Kunden wissen genau wie das ist, wenn man auch abgelehnt wird, weil die meisten die zu den oberen fünf Prozent in Deutschland gehören und das traurige ist, das ist man ja relativ schnell, war ich mit meinem Gehalt auch. Es gibt immer Menschen, die sofort neidisch sind in Deutschland. Und daher auch hier der Appell, die von euch, die für alles stehen, stehen für nichts. Denn wenn ihr versucht, niemandem auf die Füße zu treten, werdet ihr auch niemanden begeistern. Und das sehe ich so oft in euren Webinären. Ich habe letzte Woche schon wieder zwei so langweilige Webinare gesehen. Lasst es doch. Macht euch nicht die Mühe, ein Webinar zu machen, wenn daraus nicht mindestens drei, vier, fünf Kunden oder Termine werden. Spart euch die Zeit, macht was anderes. Deswegen auch hier. Meinungslos ist unsichtbar. Wenn ihr wollt, dass eure Mandanten Die meisten davon sind Unternehmer oder Menschen, die viel erreicht haben. Die werden auch irgendwo in der Gesellschaft von irgendwem in ihrer Nachbarschaft abgelehnt. Wenn ihr diese Menschen akquirieren wollt, dann müsst ihr einen Unterschied machen. Ihr müsst anders sein und ihr müsst eine Position beziehen. Das heißt, manche werden euch nicht mögen und das ist okay. Die werden nicht eure Mandanten. Und damit kommt auch der Gedanke 10. Negatives Feedback ist reine Statistik. Denn wenn ihr anfängt sichtbar zu sein, werdet ihr regelmäßig posten, Videos machen. Es kommt immer ein negatives Feedback. Das ist unvermeidlich. Bekomme ich auch. Alleine, weil ich über Vermögensverwalter rede, bekomme ich automatisch den Hate ab, den Menschen euch gegenüber haben. Das ist okay für mich. Ich bekomme auch Hate ab von Agenturen, die sagen, ja, aber, Alexandra das geht aber auch anders oder das stimmt nicht. Und ich sage nein. Social Media gehört eben in Sales, nicht ins Marketing. Da gibt es richtig viele, die das gerade nicht geil finden, was ich sage, aber es ist meine feste Überzeugung und wisst ihr was das aber auch ist? Ist mir egal, was andere Agenturen sagen, weil mir geht es euch. Ich möchte für Vermögensverwalter arbeiten. Ich möchte nicht mit anderen Agenturen befreundet sein. deswegen ein Prozent Menschen, die euch nicht mögen, das ist Normalverteilung, das ist Statistik. Ja, und manchmal fühlt sich das dann an, würden euch alle kritisieren, aber das ist nicht so. Es ist wie bei einem größeren Portfolio, da habt ihr auch Schwankungen. Und wenn ihr zehn positive Kommentare habt und einen negativen, wo liegt der Fokus? Bei den meisten Menschen auf dem negativen. Das ist unser Gehirn Behavioral Finance, aber das ist menschlich, aber eben auch nicht hilfreich. Und hier noch ein Gedanke. Ihr kontrolliert eure Gefühle. Das heißt, ihr könnt niemals die anderen kontrollieren, aber ihr könnt kontrollieren, wie ihr darauf reagiert, was ihr damit macht. Mittlerweile, wenn jemand so richtig dumme Kommentare schreibt, manchmal screenshotte ich die und dann amüsiere ich mich auch drüber. also und ich habe noch nie einen negativen Kommentar aus meiner Zielgruppe bekommen, von keinem Vermögensverwalter, von keinem Family Office, von keinem einzigen. Ja, und deswegen Wenn jemand was blödes schreibt, ihr könnt euch ärgern, ihr könnt es ignorieren, ihr könnt darüber lachen, aber ihr könnt es auch als Feedback nehmen und besser werden. Die Wahl liegt bei euch. Es ist wie beim Investieren. Ihr kontrolliert nicht den Markt, aber eure Reaktion. Verkauft ihr panisch oder bleibt ihr bei eurer Anlagestrategie? Und genau diesen Punkt habe ich jetzt auch erreicht. Habe ich gerade gesagt, negatives Feedback. Ich entscheide, wie ich damit umgehe. Und diese emotionale Kontrolle über euch selber ist auch eine Superkraft. Das könnt ihr trainieren. Aber auch nur, wenn ihr euch der Konfrontation stellt, wenn ihr mal was ausprobiert, machs Neues. Und irgendwann ist es einfach nur noch Hintergrundrauschen. Und jetzt noch der Abschlussgedanke Nummer 12. Vielleicht ist nichts so wichtig, wie wir denken. Manchmal hilft es auch, einen Schritt zurückzutreten und zu sagen, Wie wichtig ist das hier eigentlich? Dieser eine Post, dieses Video, dieser eine Kommentar, in fünf Jahren wird das noch relevant sein, in zehn Jahren meistens nicht. Denn wir überschätzen massiv die kurzfristige Bedeutung von Dingen und wir unterschätzen die langfristige Bedeutung von Konsistenz. Der eine Post, der vielleicht nicht perfekt war, vergessen. Die Tatsache, dass ihr aber über Jahre hinweg sichtbar wart, das bleibt. Und das werdet ihr auf eurem Portfolio sehen, in eurem Fonds, auf euren Assets under Management. Und deswegen sind zum Beispiel auch meine Kunden in der Regel langfristig mit der Zusammenarbeit dran. Es gibt keine Quick Fixes für das. Und deswegen verkaufe ich auch keine Workshops. Das habe ich letztes Jahr gemacht, Dinge zu testen und genau zu schauen, was braucht ihr wirklich? Und ich habe sehr viel festgestellt. was ihr braucht in der Zusammenarbeit, wo die Lücken sind, was die Fehler sind. Denn die meisten von euch setzen mit einem Workshop einfach nichts danach Und das ist auch die Wahrheit. Deswegen schaut immer, was ist langfristig die wahre Disziplin. Also weniger Perfektionismus, mehr machen, weniger Sorgen, was Einzelne denken könnten und mehr Fokus auf das große Bild. Nochmal zusammenfassend, wir werden alle sterben. Langfristig interessiert sich niemand mehr für uns in 100 Jahren. Es passiert nichts Schlimmes, wenn wir sichtbar werden. Das Feedback von Nicht-Mandanten und Nicht-Experten ist irrelevant. Kritik niemals persönlich nehmen, denn sie gilt eurem Avatar, aber nicht euch in eurer Identität. Ihr müsst sichtbar werden, wenn überhaupt jemand reagieren soll. Der Shitstorm denkt dran, der kann auch kommen. wenn ihr unsichtbar seid, wenn ihr unsichtbar seid, ihr dem nichts entgegenzusetzen. Niemand wartet auf euch, niemand beobachtet euch, alle vergessen alles, auch eure Fehler und ihr kontrolliert niemals, was andere denken. Manche werden euch mögen, manche werden euch nicht mögen. Negatives Feedback ist immer Teil der Statistik, nicht Schicksal und ihr kontrolliert, wie ihr auf Feedback reagiert. Also, wenn ihr jetzt alle diese Gedanken zusammen nehmt, Was genau hält euch noch ab, sichtbarer zu werden? Und ihr müsst ja nicht auf TikTok tanzen und ihr sollt auch nicht euer Lunch-Bild teilen. Ihr könnt sichtbar werden, auch unsichtbar. Ja, also auch das ist eine Strategie speziell für Family Offices. Wenn ihr nur eine ganz spezielle Anzahl an Kunden haben wollt, gewinnen wollt. Ihr müsst eine gewisse Sichtbarkeit haben, aber man kann das auch unsichtbar erreichen. Ja, und wenn ihr, und das ist wirklich super genial, denkt mal drüber nach. Was euch gerade davon abhält, den ersten Post zu machen oder ein Video oder mal einen Marktbericht nicht einfach nur zu verschicken, sondern einfach mal vor die Kamera zu setzen und durchzugehen. Was hält euch davon ab? Die Antwort ist nichts. Ihr selber seid die größten Blocker. Und deswegen mache ich diese Episode heute, weil ich das immer wieder in den letzten Monaten wahrgenommen habe. was eure Themen sind. Ja, und ich weiß, das war jetzt heute eine etwas andere Episode, weniger Taktik, mehr, ich sag jetzt einfach mal das Buzzword Mindset, aber oft ist es genau das Mindset, was manchmal fehlt oder der der Shift bei euch im Kopf. Denn alle Strategien dieser Welt helfen nichts, wenn ihr euch nicht traut, sie umzusetzen. Also mein Aufruf hier an euch. Macht diese Woche noch eine Sache, die ihr euch bisher nicht getraut habt. Ja. Und ich sage euch, wird nichts Schlimmes passieren, aber vielleicht wird was Gutes passieren. Und damit möchte ich euch in die Woche entlassen. Bis zur nächsten Episode vom Weck Up Call. Bleibt sichtbar und hört auf, euch Sorgen zu machen, was andere denken. Sie denken sowieso nicht an euch.
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