#66 - Private Banking Magazin Spezial. Mistrust is the New Default — zu Gast bei Malte Dreher

Shownotes

Original Podcast: [https://open.spotify.com/episode/44qZ9QnJqhTFWegMkqTbW6?si=QRnfQV-cRNuHjh5EcaxXmQ&nd=1&dlsi=e6ffa6bcaedb4630 ]

Artikel: [https://www.private-banking-magazin.de/alexandra-weck-podcast-personal-branding-vermoegensverwalter-family/]

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Über mich: Alexandra Weck – 17 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche, heute Sales 4.0 🔗 LinkedIn-Profil - [https://www.linkedin.com/in/alexandra-weck/]

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speaker-1: Hallo Alexandra, moin von Hamburg nach Zürich.

speaker-0: Moin zurück, lieber Malte!

speaker-1: freue mich, dass wir sprechen. Alexandra, in unserem Vorgespräch hast du gesagt, dass du dir unseren Podcast über Vertrauen sehr gerne angehört hast. Den habe ich geführt mit Cosimo von Dungern und Till Budelmann. Till Budelmann ist auch bei dir in Zürich, Teilhaber der Bergos Privatbank. Du hast ihn gerne gehört.

speaker-0: Ich mich auch. Ich hab auf jeden Fall sehr gerne auch reingehört. Ich bin noch nicht ganz fertig, muss ich an der Stelle auch zu meiner Verteidigung sagen.

speaker-1: Auf welcher Geschwindigkeit hörst du Podcasts?

speaker-0: Das kommt darauf an, wenn die Person schneller spricht, dann in der Normalgeschwindigkeit. Und es tut mir jetzt total leid, dass ich das so sage. Bei den Schweizer hören ich aber manchmal ein bisschen schneller auch. Also ich höre zwischen 1,25 und 1,5.

speaker-1: Super. Alexandra, wir hatten bei dem Gespräch mit den beiden Private Bankern eine thematische Klammer, dagegen ist eine gute dreiviertel Stunde Vertrauen. Und jetzt legen wir uns heute fest auf eine thematische Klammer, da geht es Misstrauen. Und jetzt habe ich eine wilde Arbeitszeile von dir. Mistrust is the new default. Warum Vertrauen im Wealth-Management neu gedacht werden muss.

speaker-0: korrekt.

speaker-1: Vertrauen ist ja wahrscheinlich eine elementare Basis einer Geschäftsbeziehung, wenn es eine Vermögensverwaltung geht. Ist das richtig?

speaker-0: korrekt, aber auch generell im Banking, also nicht nur in der Vermögensverwaltung, sondern immer wenn es Geld geht, ist Vertrauen eine der großen Konstanten, die gegeben sein müssen.

speaker-1: Und wahrscheinlich auch wenn es eine gesunde Partnerschaft oder Basis einer Partnerschaft geht, sollte Vertrauen wahrscheinlich auch elementar und vorhanden sein.

speaker-0: Ja, auf jeden Fall.

speaker-1: Und jetzt kommt Mistrust dazu. Wann hast du das erste Mal gespürt, dass sich ein Verhältnis vom Vermögensverwalter hin zum Mandanten Stück weit grundlegend verändert hat, dass du so eine These raushaust?

speaker-0: Also das hat mehrere Komponenten, diese These. Ich würde die These sogar nicht nur aufs Wealth-Management, sondern auf jede Industrie gerade und vor allen Dingen auf unsere aktuelle Zeit beziehen. Deswegen ist es wahrscheinlich für jeden hier relevant, der irgendwie zuhört, egal ob in der Finanzbranche oder auch nicht. Aber gerade natürlich in der Finanzbranche bezüglich des Geldes ist es relevant. Das erste Mal, als ich generell sowieso gemerkt habe, wie wichtig Vertrauen im Banking ist, das hat auch ein bisschen mit meiner Karriere zu tun. 2009 war mein erster Tag im Investmentbanking in München bei UniCredit Dort habe ich gesehen, was passiert, wenn Banken nicht mehr vertrauen. und sich gegenseitig eben kein Geld mehr leihen. Und ich glaube, jeder, jetzt zuhört und dieses Jahr auch noch gut rekapitulieren kann, kann sich gut daran erinnern, was da passiert ist mit dem Vertrauen zwischen Banken. Und Banker war ja auch lange Zeit der unbeliebteste Beruf in Deutschland. Hat sich mittlerweile, glaube ich, wieder bisschen erholt. Ich kenne nicht die genaue Statistik, aber wir haben wieder aufgeholt. Also Vertrauen ist wieder da. Woher kommt jetzt aber das Misstrauen? Das ist durch natürlich auch das KI-Zeitalter, in dem wir jetzt sind, begründet. Und ich glaube, wir alle kennen so diese Beispiele. Wir wollen ja gar nicht diese KI-Videos sehen, wo Katzen auf Motorrädern fahren und so. Das wollen wir alle nicht sehen, weil wir wissen, es ist nicht echt. Was aber auch spannend ist, gerade passiert, wir sehen, dass wir grundsätzlich immer misstrauen. Deswegen vielleicht hast du auch schon mal irgendwo dich gefragt. Ist das jetzt ein echtes Video? Ist es nicht echt? Ich meine jetzt wie gesagt nicht diese Katzenvideos, wo man sofort sieht, sondern auch andere. Und ich hatte da ein Beispiel, das erzähle ich vielleicht noch kurz. Ich habe für meine Firma, wo ich jetzt sehr selbstständig bin, professionelle Videos gedreht. In einem Studio in München den ganzen Tag, Texte gelernt und wie man es so kennt. Mit Videograf, mit allem. hab dann ein paar von denen online gestellt und dann schrieb mich jemand an, jemand der selber Profi ist. Also nicht irgendjemand, sondern jemand der selber Profi ist und sagte, hey Alexandra, sag mal mit welcher KI du diese Videos gemacht hast. Und dann habe ich nur festgestellt, wir haben ein Misstrauensthema aktuell, weil wenn etwas zu gut ist, glauben wir es ist KI, wenn etwas zu schlecht ist auch. Und das ist das, was ich meine mit, Mistrust is the new default.

speaker-1: Und wie willst du jetzt ein Vertrauen im Wealth-Management neu denken, wenn am Ende das zu Gute nicht echt rüberkommt und das zu Schlechte auch eher gewissen Dünkel hat?

speaker-0: ist genau die spannende Frage, die sich jetzt alles drehen darf, Malte. Aber wenn wir überlegen, wodurch entsteht denn Vertrauen? Vertrauen entsteht durch Echtheit und durch Nähe. Das heißt natürlich, ich glaube fest daran, dass zum Beispiel physische Events, nicht so wie wir sie früher kannten, sondern in einem sehr kleinen, sehr kuratierten Rahmen durch Menschen, die bestehende Netzwerke haben, pflegen und ausbauen, Ich glaube, dass das extrem viel mehr Wert bekommen wird in Zukunft. Weil natürlich, wenn du eine Person mal im echten Leben gesehen hast, dann kannst du mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, das, ich jetzt online sehe, das ist genau die Person, das stimmt. Theoretisch, wenn ich es ganz gemein nehme, Malte, wir haben uns ja persönlich noch nie getroffen, woher soll ich denn heute wissen, dass du jetzt wirklich da sitzt und nicht irgendein KI-Avatar von dir? Weil man kann eine Stimme klonen, kann Video klonen, auch in Echtzeit. Vielleicht sitzt gerade eine Frau vor mir und es wird nur ein Video transcendiert oder was auch immer gemacht. Also das ist schon einfach so ein Thema. Das zweite, und das ist jetzt genau der Punkt, wie kannst du Vertrauen rückwirkend erzeugen? Das heißt, wenn du heute startest, wie zum Beispiel wir machen jetzt ein Podcast, wenn du über mich was suchst, dann findest du Jahre rückwirkend, findest du Schnipsel im Netz. Entweder meinen Podcast oder auch den Artikel, den ihr schon mal über mich geschrieben habt. Das sind Sachen, die haben einen Zeitstempel und die sind nachweislich in der Vergangenheit dagewesen. In einer Vergangenheit, in der es noch nicht so viel KI gab. Und das bedeutet, dass wir heute noch, wer heute noch anfängt, digitalen Zeitstempel von sich zu erstellen, durch einen Podcast, durch Zeitungsartikel oder auch durch Webinare oder ein LinkedIn-Profil der hat in den nächsten Monaten eine deutlich bessere Chance, von einem zukünftigen Kunden in der Vergangenheit als echte Person assoziiert zu werden. Und darum geht es. Und Vorträge auf einer Bühne helfen natürlich auch immer. Ja, das ist klar.

speaker-1: Jetzt sind wir ja im Wealth Management und im Private Banking in einer, ja, verhältnismäßig in einer Blase unterwegs, wo es ganz klare Netzwerke gibt, wo auch der Clubgedanke, es gibt einige Clubs auch in Zürich, in Hamburg haben wir hier von irgendwelchen, vom Anglo-German Club über den Überseeclub, sehr hanseatische Treffpunkte im Endeffekt. Die finden ja nach wie vor, wenn du so willst, in Real Life statt. Korrekt. Ich bin bei dir, wenn es darum geht, dass keine Ahnung, irgendwo ein Fake-Anrufer bei einer alten Rentnerin, sich als, keine Ahnung, der Enkeltrickbetrüger. Eine fiese Nummer aus wahrscheinlich jetzt KI-Zeiten hat das wahrscheinlich noch mehr katastrophale Auswirkungen. Aber im Private Banking ist man ja nun Stückweit für sich. Woher nimmst du im Endeffekt die Ahnung, dass es da auch im Endeffekt so ein bisschen ins Irreale gehen kann?

speaker-0: Weil wir natürlich, wir haben eine Komponente in dieser Welt, die es für Angreifer oder generell für Menschen viel interessanter macht, sich damit zu beschäftigen. Und das ist eben das Geld. Ja, in der Regel ist es so, dort, es leicht zu holen ist, wird attackiert. Wo also die Barrieren niedrig sind. Da, wo aber viel zu holen ist, wird es auch versucht. Und deswegen glaube ich, auch gerade solche Kunden in vielleicht geschlossenen Netzwerken sind natürlich immer Thema auch von dem. Ja, nicht unbedingt sie selbst immer direkt, aber auch die Kinder, die Familie, die werden auch teilweise attackiert oder versucht, irgendwo Daten abzuziehen. Und gerade in so einer Welt, das ist, glaube ich, das Spannende. Und ich habe da auch noch keine abschließende Antwort jetzt drauf, weil ich glaube, wir müssen das aktiv mitgestalten. Wir müssen uns dem Thema aber auch vor allen Dingen erst mal bewusst werden. Was passiert denn? Ganz klassisches Beispiel. Mich hat jemand auf LinkedIn mal kontaktiert und ich guck mir jedes Profil an. Wirklich, guck mir jedes an. Und das Profil sah eigentlich erstmal legitim aus und irgendwie in Ordnung, aber ich guck mir halt jedes Profil an und ich nutze dann auch KI und spiel halt das Profil, wenn ich mir nicht sicher bin, wer diese Person genau ist, spiel ich das in die KI und mach ne Due Diligence auf die Person. Ist kein Witz. Das klingt jetzt erstmal vielleicht ein bisschen übertrieben. Ich erkläre aber gleich, warum das wichtig ist. Ich habe also Misstraut und dieser Default ist für mich auch wichtig in dem Fall, weil warum habe ich denn überhaupt gedacht, dass das ein gutes Profil sein könnte? Weil ich gucke dann als erstes, mit wem ist diese Person vernetzt. Beispiel LinkedIn zeigte ja immer die vernetzten Personen. Da waren durchaus vernünftige Menschen aus meinem Netzwerk, die ich persönlich kenne. Und dann habe ich gedacht, Moment, das muss doch eigentlich eine vernünftige Person sein, wenn sogar der, der und der vernetzt ist. Dann kamen aber ganz viele Red Flags in meiner Analyse raus. Und was passiert ist, diese Person geht bewusst in solche Netzwerke, vernetzt sich überall und durch die gemeinsamen Kontakte wird eine Art Ungefährlichkeit simuliert. Das heißt, das Netzwerk der Person wächst und wächst und wächst. Gerade in Zirkeln, die sehr auf Verschlossenheit auch angewiesen sind. Und dann ist Folgendes passiert. Ich hab halt die Person gemeldet und ich hab dann aber auch den Leuten aus meinem Netzwerk Bescheid gesagt, ich so, wenn ihr diese Person nicht persönlich kennt, das hier ist das, was ich gefunden habe. Bitte seid euch dessen bewusst. da da da da. Und die haben alle zurückgeschrieben und gesagt, hey, danke. Ich hab nur angeklickt, weil die Person auch vernetzt war. So und deswegen ist. Mistrust ist auch ein Schutzinstinkt für uns. Und sage es auch, dass UHNWI-Kunden, die viel Geld haben, die werden sowieso viel mehr targetiert als jeder andere. Und die sind sowieso schon immer misstrauischer gewesen. Und es wird in Zukunft nahezu unmöglich sein, diese Kunden zu akquirieren, wenn es nicht irgendeinen Verifizierungsstil Thema gibt, entweder durch jemanden im Netzwerk oder was auch immer, der dieser Person sagen kann, diese neue Person in unserem Netzwerk ist ungefährlich. Also das ist auch was, da habe ich noch keine Antworten, aber ich glaube, da müssen wir in diese Richtung denken.

speaker-1: Bevor wir mal auf deinen Beratungsjob kommen, noch eine grundsätzliche Frage. Glaubst du, dass die Gesellschaft tatsächlich misstrauischer geworden ist? Oder sehen wir eine grundsätzliche eher misstrauische Umgebung nur durch so eine Social Media Brille?

speaker-0: Ich glaube, das ist super schwer für alle pauschal zu sagen. Ich kann es an meinem eigenen Beispiel sagen. Also ich bin misstrauischer geworden, auf jeden Fall. Und ich habe auch meine Eltern dazu angewiesen. Oder auch ein anderes Beispiel aus dem Bekannten- und Freundeskreis, ist auch die Mutter von jemandem, die gar nicht mehr auf Links klickt in E-Mails, weil sie ständig Angst vor Phishing hat. Und die ruft dann ständig auch entsprechend ihre jüngeren Kontakte an und sagt, ich hab das bekommen, ist das in Ordnung, kann ich da draufklicken und so. Also ich glaube, ist schon mehr geworden. Ich einerseits ist natürlich das Misstrauen mehr geworden, es ist aber auch berechtigt. Also ich habe auch mal einen Arbeitgeber gehabt, ich sage jetzt nicht, welcher von den Ganzen das war. Aber wenn man dort auf eine Phishing-Mail geklickt hat, dann war das die erste Abmahnung. So, und da sieht man natürlich auch, wie wichtig das Thema generell im Finanzwesen und im Banking ist, weil überall, Geld und Daten bewegt werden, gibt es natürlich auch entsprechend viel zu holen. Von daher, ich glaube, wir sind berechtigt misstrauischer. Ich glaube, wir sind es auch wirklich. Es wird aber natürlich auch viel durch die Medien gespielt und jetzt nicht nur Social Media. Und deswegen auch gerne mal die Frage an dich zurück. Als Journalist des Fachs. Ihr habt ja auch eine gewisse Verantwortung, zu schauen, welche Fakten... Ich mein, ihr müsst wahrscheinlich richtig viel mehr Faktenprüfungen machen als früher noch, oder? Ja, absolut. kannst du ja mal aus deiner Brille da auch berichten.

speaker-1: Nein, das ist vollkommen richtig. Wir haben erst recht als Marke, und das gibt es jetzt seit 15 Jahren, haben ja auch ein Stück weit so ein Etikett des Trusts. Das gilt es ja jeden Tag auch stückweit zu verteidigen, hätte ich jetzt beinahe gesagt. Aber ich gebe dir vollkommen recht, wir müssen auch schauen, dass man noch eine Zweit- oder Drittmeinung für etwas einholt, dass man eine gewisse Objektivität an den Tag legt und dass man natürlich auch sein eigenes Netzwerk ständig auch ein Stück weit überprüft, wenn du so willst und auch schaust, dass da eben nicht irgendwelche Schwingungen reinkommen, die das Ganze in eine Richtung drehen, die wir selber dann vielleicht nicht mehr so kontrollieren können. Aber wir sind da natürlich als Nutzwertmagazin noch ein bisschen, ja, du so willst, objektiver und bilden uns auch gar nicht großartig eine politische oder gesellschaftliche Meinung. Ich glaube, da sind die Kolleginnen und Kollegen der Tagespresse oder der Magazine, einem deutlich höheren und stärkeren Druck ausgesetzt, als wir es hier sind in verhältnismäßig überschaubaren Nische. Aber KI macht das Ganze, macht den ganzen Workload sicherlich vereinfacht, das eines auf der einen Seite, auf der anderen Seite gilt es natürlich, mehr Misstrauen gegenüber der Zahlen und Fakten zu haben, die denn da auf einmal rausgeschossen gekommen sind.

speaker-0: oder Beispiel. Es gab ja jetzt gerade ein KI-Report, der veröffentlicht wurde, der zurückgezogen wurde, weil der gesamte Report halt auch irgendwie mit KI geschrieben wurde und dann dabei rauskam, dass die KI leicht halluziniert hat im Report. Und dadurch wird natürlich auch Vertrauen weiter strapaziert. Also das muss man natürlich an der Stelle auch ganz klar sagen. Und ich glaube, was wichtiger denn je wird auch in Zukunft ist, dass man Standards definiert für das eigene Unternehmen oder für Geschäftsbeziehungen, wenn man eben auch KI benutzt, weil wir werden es alle benutzen, auch glaube ich schon. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass man einfach Standards definiert, auch Ja, ganze Thema Ethik auch immer mehr da damit reinspielt. wir haben einfach neue Fragen, die wir uns auch stellen dürfen in Zukunft.

speaker-1: Nimm uns ein bisschen mal mit in deine Beraterpraxis. Du berätst Vermögensverwalter, Wealth Manager dahin, a, visibler zu werden, aber auch sich diesen, wenn du so willst, diesen Trust in einer digitalen Welt aufzubauen.

speaker-0: Genau. es ist in der Regel haben wir mal alle diese Rule of Seven im Marketing gelernt. Das heißt, wie viele Touchpoints braucht so ein Kunde, damit er sich entscheidet, Kunde zu werden. Und ich habe dann irgendwann dazu mal ein paar interessante Studien auch gefunden über die Zeit, wo es einfach mittlerweile heißt, dass du über hunderte Touchpoints brauchst, damit jemand Vertrauen hat, mit dir zusammenzuarbeiten. Gerade wenn du einen ja, vermögenderer Kunde bist, weil ich habe es ja eben schon mal auch gesagt, gerade die Vermögenden werden viel, viel, mehr targetiert von Firmen jeder Art. Und deswegen schützen die sich natürlich auch besonders gegen Marketing Aktionen. Gleichzeitig kennen die Verkäufer Tricks, weil die in ihrem Leben mehr Verkäufer gesehen haben als jeder andere von uns. Und das macht es natürlich schwer. Und das macht es für Vermögensverwalter auch schwer, was früher gut funktioniert hat, Das funktioniert zwar heute in Teilen immer noch. Das heißt, ich würde nie zu einem Vermögensverwalter sagen, ja, jetzt hör mal auf mit deinem Golfplatz oder geh nicht mehr dort und dort. Das würde ich nie machen, weil das ist natürlich die Basis auch des heutigen Geschäfts, was er hat. Aber es hilft eben nicht, wenn man digital gar keine Präsenz hat. Ja, und dazu gehört eben nicht nur die Webseite, weil die und dazu muss ich leider auch sagen, viele Webseiten sind einfach Standard. Es steht immer dasselbe drauf. Wir sind ein unabhängiger Vermögensverwalter. Du kennst das alles. Es ist immer generisch. Das heißt, der Kunde und auch gerade der UHNWI-Kunde, und das ist das Spannende, gerade der, bevor der einen Anruf macht, bevor der fünf Minuten investiert, seiner Sekretärin zu sagen, vereinbarte mir doch mal was, bevor der das macht, informiert er sich oder lässt die Sekretärin schauen. Und Menschen wählen immer mehr aus nach den eigenen Werten. Also wer passt zu meinen Werten? Und wenn da draußen jeder Vermögensverwalter sagt, wir sind unabhängig, das ist kein Wert per se. Das ist nichts, wo ein reicher Mensch sagt, das ist genau die Person, mit der will ich arbeiten. Das heißt, die erste Hürde, die wir oft mit Kunden haben, ist, rauszuarbeiten. What makes you special? ist euer USP? Und zwar nicht in dem Portfolio, das interessiert erstmal keinen, sondern in eurer Firma, als Person. Was ist eure Geschichte? Warum seid ihr da? Wenn ein Vermögensverwalter erzählt, auf einem YouTube-Video oder auch auf seiner Webseite schon, dass er seine erste Aktie mit 13 gekauft hat und dass ihn dann das nicht mehr losgelassen hat, dann dann ist das schon eine ganz andere Emotion, bei dem Gegenüber stattfindet. Oder wenn jemand selber schon mal ein Unternehmen gegründet hat und darüber berichtet. Das sind also die Geschichten, die wir sichtbar machen. Dabei geht es eben darum, das so sichtbar zu machen, dass dein Zielkunde, den du erreichen willst, möglichst mit dieser Message resoniert. Das ist schon mal der erste große Schritt. das auf der Webseite umzusetzen und dann aber auch, wie setze ich das lebendig in anderen digitalen Medien? Und ich sage immer so plakativ, ihr müsst ja gar nicht auf TikTok tanzen und ihr sollt auch nicht, wenn ihr ein bisschen Persönlichkeit von euch im Internet preisgebt, dann sollt ihr auch nicht jeden Mittagessen, Lunch teilen oder so. Das ist nicht das, was ich meine. Aber es hilft, ein bisschen behind the scenes Content greifbar zu machen. Und das muss auch gar nicht alles perfekt sein. So wie wir jetzt heute hier auch ein Podcast aufnehmen, ein Video. Ich habe ganz viele Kunden, die machen das genauso. Einmal in der Woche setzen die sich vor die Kamera, haben Gespräche. Und dann werden nur diese Gespräche auf Social Media geteilt. Und dann passiert im Internet Folgendes. Die Kunden, die das finden, die bauen eine Beziehung zu dir auf über die Ferne. Die bauen Vertrauen auf. Und irgendwann sagst du vielleicht mal genau diese eine Sache. wo der potenzielle Kunde auf der anderen Seite sagt, ich habe den jetzt schon 20 Mal gehört, aber der hat doch letztens von dem und dem erzählt, jetzt habe ich ein Event, ich rufe den jetzt mal an. Und das ist das, was dann auch passiert. und es ist wie im Finanzwesen, es ist Zinseszins Wir sagen ja auch, also wir in der Branche sagen, hey, alles, was schnell geht, ist ein Scam. Das kann nicht sein. An der Börse braucht man Geduld. Und Vermögensverwalter brauchen da auch bisschen Geduld, was Online-Marketing angeht. Und da sind leider so ein paar Agenturen auch da draußen im Markt, immer das schnelle Geld, die schnellen Impressionen, die schnellen Leads versprechen. Und das würde ich zum Beispiel auch nie tun, weil das finde ich ultra unseriös.

speaker-1: Du klingst jetzt sehr aufgeklärt, sehr reflektiert und oszillierst so zwischen Marketing-Experten und Coach-Jerum, weil ja auch die Vermögensverwalter sehr in einer eher konservativen Blase unterwegs sind. Wenn man dir auf LinkedIn folgt, bedienst du mitunter ja recht einfache Klischees. Da gibt es mal den Shampus von der von der Assistentin, den man irgendwo im Hotelzimmer trinkt.

speaker-0: Den hat sie mir, das erzähle ich gleich. Geh du erst mal zu Ende.

speaker-1: Dann gibt es ein Porsche-Bild, wo zumindest in meiner Welt eher suggeriert wird, das ist der Wagen von Alexandra, aber das ist ein Bild aus dem Porsche Museum, aber du referierst auf den Sportwagen im Endeffekt. Korrekt. Das sind ja, und du kommentierst auch bei Creatern, die so ein bisschen lauter sind im LinkedIn-Kosmos also es gibt mitunter so Bauling-Vibes, wenn du weißt, wen ich meine.

speaker-0: Absolut, kann ich völlig nachvollziehen.

speaker-1: Wie passt diese Social Media Lautstärke zu dem sehr reflektierten Angang von dir?

speaker-0: Das hat mehrere Komponenten in der Tat. zwar, ich nenne das gerne, das ist eine zweistufige Strategie. Und ich sage jetzt auch nicht, dass das das ist, was meine Kunden machen sollen. Also da muss ich auch immer ganz klar abgrenzen, das ist mein eigenes Marketing. Aber ich bin keiner von den Menschen, die sagen, was für mich funktioniert, müssen meine Kunden so machen. Das ist mitnichten so. Das heißt, jeder Kunde bekommt immer eine individuelle Strategie. das schon mal an der Stelle vorweggestellt. was ich auf LinkedIn mache, ja, und jeder ist natürlich jetzt eingeladen, sich da auch sein eigenes Bild zu machen. Aber das hat uns ja auch zusammengeführt, Malte. Also wir beide sind ja das beste Beispiel, dass es funktioniert, weil du hast dich ja vorher auch nicht für mich interessiert sozusagen, weil du mich nicht kanntest. So. Und das ist genau der Punkt. Ich habe eine zweistufige Strategie im Marketing. Und das bedeutet Folgendes. Wir machen auf der einen Seite etwas, was komplett nur den Algorithmus füttert. LinkedIn, du hast es jetzt schon gesagt, mal ein Champagner, mal ein Porsche. Das kann man als Flexen darstellen. Und warum funktioniert das aber bei mir? Weil ich eigentlich gar nicht flexe. Und das ist der Unterschied. Ich bediene mich von, ich bediene mich Bildern. die die Menschen sehen wollen. Die Bilder wiederum bringen erstmal nur jemanden zum Stoppen. Das heißt, die Bildwelt, die entscheidet erstmal nur, findet das jemand interessant. So. Und niemand, und da sind wir genau beim Punkt, niemand möchte ein hochglanz-perfektes Bild von mir im Büro sehen, will niemand gucken, ja, und Niemand möchte generische KI-Bilder sehen oder irgendwelche komischen, hässlichen Grafiken. Die Menschen wollen wieder was Echtes sehen. So, und was ist echter als, ich sag jetzt mal, ein Porsche aus einem Museum? Und ich habe natürlich noch nicht mal so getan, als wäre das meiner, weil jeder, den Post sich nochmal anschaut, wird halt die Story dahinter verstehen, weil ich habe geschrieben, warum ein Porsche-Zentrum es nicht schafft, einen Kunden glücklich zu machen. und dadurch verkennt, dass sie durch einen Kunden, den sie verloren haben, eigentlich drei Kunden verloren haben. Und das übertrage ich, also das ist auch wichtig, ich übertrage meine Posts immer auf meine Kunden und die UHNWI-Welt, in der wir uns bewegen. Das heißt, würde, was ich auch jetzt oft gesehen habe, dass irgendwelche Leute posten Autos von anderen und regen sich über irgendwas auf, dass jemand im Halteverbot steht oder auf dem Behindertenparkplatz. Das hat für mich null Relevanz. Aber ein Porsche im Museum, die Geschichte und das mit dem Porsche-Zentrum, was da passiert ist, das war halt wie ein Weckruf für Vermögensverwalter. So nach dem Motto, wenn ihr einen UHNWI-Kunden zu spät anruft, dann kann es sein, dass ihr insgesamt drei Kunden verliert, weil der vielleicht mit seinen Freunden redet. Und wenn der woanders jetzt hingegangen ist, dann gehen die auch alle woanders hin. So, und das ist eben das, was dahinter steckt. Deswegen, das ist das eine. Der Post mit dem Champagner, der ging sehr viral und der hatte folgenden Hintergrund. Ich war eingeladen zum European Finance Forum in München für ein Kino zum Thema UHNWI Marketing. Und ich war im Bayerischen Hof zwei Nächte und meine Assistentin hat mir von ihrem eigenen Geld und ich wusste das nicht. hat mir eine Flasche Champagner aufs Zimmer bestellt und hat eine Karte dazu. Und ich habe wirklich damit null gerechnet. Sie hat es mir auch null vorher gesagt. Wirklich. Ich komme ins Zimmer und dachte, ja, vom Hotel. Also einfach irgendwie nett. Machen ja so Hotels manchmal. Und dann lese ich die Karte und ich musste wirklich, ich war richtig gerührt. Und ich habe lediglich genau diese Situation. in der ich war, die habe ich gepostet auf LinkedIn. Und das ist ein schöner Beweis dafür, dass echte Sachen, das was echt ist, echte Gefühle, echte Menschen, das geht viral. Ja, weil ich habe dann geschrieben, warum mir diese kleine Geste so viel bedeutet, weil ich so viele schlechte Chefs in meinem Leben hatte und weil ich mir immer geschworen habe, wenn ich selber mal die Chance habe, es anders zu machen, mache ich es anders. Und diese Geste von meiner Assistentin ist quasi heute der Beweis, dass ich irgendwas richtig mache. Das war für mich so eine richtig krasse Wertschätzung. hätte mir auch was Ich hab ja den Champagner auch nicht so konsumieren wollen, weil es ist ja auch doof alleine. Aber es war einfach die Geste, und das hat mir halt viel bedeutet. Und darüber hab ich geschrieben. Und die Menschen fanden es einfach toll. Was dann aber auch ein Punkt ist, was viele nicht richtig machen, man muss auch die Menschen einbeziehen. auf der anderen Seite, also auf LinkedIn. Ich habe dann die Frage gestellt, wer von euch hat auch schon mal was von Mitarbeitern geschenkt bekommen? Und dann haben die alle gesagt, was sie auch schon geschenkt bekommen haben, Wertschätzung. Und dann hast du auf einmal einen Post, der nur von Positivität lebt. Und die Menschen wollen auch wieder mal was Positives. Wir wollen nicht immer nur Negativschlagzeilen. Und deswegen ging das zum Beispiel viral. Ich glaube, es war gar nicht wegen des Champagnes per se. Aber auf jeden Fall, ich glaube, meine Assistentin verdient eine Gehaltserhöhung nach dem. Ja, genau.

speaker-1: Auf jeden Fall. Jetzt bedienst du natürlich, wie kann ich das darstellen, sagen wir es mal so, es ist eine ganz schön laute Umgebung inzwischen bei LinkedIn. Man könnte auch noch ein Bild aus dem Privatjet hinstellen und fragen, Güte, verjuckst du deine Zeit irgendwie in Terminal 1, 2, 3 oder fliegst du schon? Das ist ja teilweise eine Kakophonie der UHNWI Insignien.

speaker-0: Ja.

speaker-1: Da bist du ja auch schnell drin in so einem Biotop mit Porsche und Schampus

speaker-0: Korrekt. Und ich kann dir auch erklären, was dann passiert. Und das ist nämlich genau der UHNWI-Code auf LinkedIn sozusagen. Weil es passiert tatsächlich Folgendes. Es ist wie so eine Zweiebenenstrategie. Die Ebene 1 ist für Reichweite. Ja, pure Reichweite. Sofern du mit irgendwas postest, was irgendwie Luxus suggeriert, sind die Menschen einfach bei dir. Und zwar alle. Und dann hast du natürlich auch ein paar, die finden das richtig kacke. Und die kommentieren auch. Also LinkedIn ist auch der beste Beweis dafür, dass eine Klarnamenpflicht im Internet gar nichts ändern würde. Weil was man auf LinkedIn teilweise liest, also es gibt ja auch Menschen, regen sich über KI-Kommentare auf. Ganz ehrlich, die KI ist viel höflicher als echte Menschen. Wenn man sich die Kommentare anguckt, manchmal wünscht ich mir, die Menschen würden mit KI kommentieren, aber Spaß beiseite. Die Ebene 1 ist sichtbar für alle und soll ein bisschen polarisieren. Ich habe aber auch ethische Grundsätze, ich habe es vorhin schon gesagt. Ich würde nie mit KI etwas posten und suggerieren, etwas das nicht ist. Ich habe ja auch schon mal mit KI gepostet, wo ich eine Sonnenbrille auf habe auf dem World Economic Forum. Das ist ganz klar eine Parodie und es ist auch so erkennbar. Das heißt, wenn ich zum Beispiel so extrem übertriebene Sachen mache, mache ich es so übertrieben, dass es niemand ernsthaft für echt halten kann. Das ist schon mal das eine. Das heißt, ich würde jetzt nie ein Bild von mir erstellen und so tun, ob, weil das zerstört Vertrauen. Ich habe da auch, ich muss ein Beispiel an der Stelle erzählen. Ich muss es einfach erzählen. Nur zu. Ich habe, wir haben bei einem meiner Arbeitgeber der Vergangenheit, wurde eine Person groß angekündigt und vorgestellt und wir haben uns auch alle gefreut und dann natürlich gestalkt im Vorfeld auf LinkedIn und dann hast du natürlich ein Bild von der Person so, so vom Profilbild und alles und dann wurde die Person rumgeführt im Office und ich hab nur so gedacht so okay das ist aber ganz weit weg vom Foto also so komplett weg ist irgendwie komisch und dann das Geile war eine andere Kollegin die meinte am nächsten Tag Ja, sag mal, hier wurde doch der so und so und hier und da. Wurde der gestern nicht hier überall rumgeführt? Ich so, doch, der wurde dir auch vorgestellt. Ach, das war der. Ich so, ja, genau. Und dann hast du nämlich so ein Misstrauen, was direkt geschürt wird, weil du fragst dich so, was hat die Person zu verbergen? so, dann gehen so komische Sachen los. Und das ist die Ebene eins nach draußen. Laut und polarisieren. Und ich sage halt niemals mit Dingen, wo ich gar keinen Plan von habe. Und das ist zum Beispiel das Witzige. Ich habe Ahnung von Sportwagen, deswegen nehme ich mir auch raus, über Sportwagen was zu machen. Deswegen lache ich mich auch immer tot, wenn mir 100 Männer auf LinkedIn was zu Autos erklären wollen. Und ich lehne mich zurück und sage, jo, ich kenne mich aus, aber man muss ja nicht alles so. Ich könnte noch viel mehr flexen, wenn ich wollte, muss ich aber gar nicht. Dann das Thema Polo ist ja auch was. was ich selber betreibe und ich versuche auch immer eine Brücke zu schlagen. Was ist denn das Thema an diesem Sport? Warum ist es vielleicht nicht so, wie es für euch da draußen scheint? Ich habe auch ganz bewusst einen Post gemacht, warum niemand, der ernsthaft Business machen will, zum Snowpolo nach St. Moritz fahren soll. Wegen diesem Post, wegen dieses Posts, Entschuldigung, wir sind ja... Genau.

speaker-1: Und der Germanist

speaker-0: Wegen dieses Posts habe ich einen Kunden gewonnen, der gesagt hat, Alex, wir wären echt zum Snowpolo gefahren, aber wir haben deinen Post gesehen und du hast endlich gesagt, was wir dachten. Nein, wir gehen nicht hin. Verstehe mich nicht falsch, ist ein tolles Event, aber nicht, wenn du verkaufen willst, weil dort verkaufst du nichts, außer du gehörst dazu, weil du selber spielst. So. Und das sind so die Themen, wo es halt im UHNWI Marketing wichtig ist zu verstehen. Du kannst nicht einfach flexen, ohne dass da was dahinter ist. Du musst irgendwie auch bisschen Plan von den Themen haben und Teil dessen sein. So. Und deswegen die Menschen, wo du auch angesprochen hast, wo einfach sinnlos geflext wird, das fliegt ja auch immer irgendwann auf. Finde ich auch nicht gut. Und ist auch nicht das Richtige. Jetzt passiert aber in der zweiten Ebene zumindest bei mir Folgendes. Draußen habe ich so Rage und Wut und Hate, Kommentare und all das. Und dann kommen immer wieder Leute, sagen, ja, Alexandra, aber die Leute, bei dir kommentieren und so, das sind doch nicht deine Kunden, sage ich, nein, ist mir auch völlig egal. Weil mir ist egal, wie viral ein Post geht. Denn ich bekomme Profilansichten und ich bekomme DMs und Anfragen. Und DMs und Anfragen, das sind die Menschen, die wirklich Substanz haben, über substanzielle Themen reden können. Und das sind die, die dann Business mit mir machen wollen. Also ich kriege regelmäßig hochqualifizierte Leads. die mir sagen, ich habe dich wegen deiner Posts gefunden und dann wegen deiner Substanz mit dir interagiert und deinen Podcast und die weiteren Themen. Das heißt, so wie ich ja auch im Podcast mache, dort ist ja sehr seriös, da geht es viele Inhalte, aber LinkedIn will keine tiefgehenden Inhalte mehr. Das ist leider das Problem. Deswegen ist das jetzt einfach gerade die Strategie und die funktioniert sehr gut.

speaker-1: Du wendest dich ja schon auf erster Ebene in diesem Flexen-Kosmos eher an Leute, die auf solche Insignien auch noch steil gehen. Und der gemeine UHNWI oder der konservative Vermögensverwalter, der geht doch eigentlich weiter, wenn er Schampus, Porsche und Polo hört.

speaker-0: Ich kann Ihnen nämlich sagen, und das ist das ganz Spannende, die Menschen haben, also die, die das sehen, die einen sagen, okay, interessiert mich nicht, bin ich bei dir, aber ich habe noch nie so viele Vernetzungsanfragen von Geschäftsführern aus dieser Branche erhalten wie die letzten zweieinhalb Monate. Das sind so circa 150 die Woche. Und ich kann das sehr gut tracken, weil ich sehe genau, wie viele Anfragen bekomme ich, wie viele Kunden entstehen daraus. Also es ist alles belegbar. Und der Witz ist, diese Menschen, die selber ein Unternehmen aufgebaut haben, die wissen doch, wie das ist, den ganzen Tag gehatet zu werden, weil denen geht das auch so. Vielleicht nicht auf LinkedIn, aber in dem Dorf, wo sie wohnen, in der Nachbarschaft oder sonst wo. Ja, also es gibt ja ganz viele Menschen in Deutschland, die wirklich was aufgebaut haben, wo sie stolz drauf sein können, die sich gar nicht mehr trauen, ihren Porsche zu genießen. So, und das ist doch genau das Thema. Ja, die Die freuen sich, dass auch mal jemand, und das ist ja das Schöne, ich kann alles testen, was ich will, damit meine Kunden es nicht müssen. Und das ist auch so bisschen mein Slogan, wo ich sage, liebe Vermögensverwalter, ihr denkt vielleicht, das hier ist zu laut, aber seid froh, dass ich es mache, weil ich kann euch genau sagen, was am Ende funktioniert und ihr müsst es nicht selber testen. das Interessante ist die UHNWIs und diese CEOs von meinen Kunden. die verstehen, dass das Marketingstrategie ist. Die würden nie glauben, dass das komplett 100 Prozent meine Person darstellt, weil ich eben auch noch Ebenen habe, die nicht online sind. Und die verstehen, die Alexandra hat den LinkedIn-Algorithmus verstanden. Sie versteht, wie Systeme funktionieren. Und wir wollen von ihr lernen, wie Systeme funktionieren.

speaker-1: Dann nimm uns doch mal mit auf die wahrscheinlich dritte Ebene. Ein Vermögensverwalter oder UHNWI-Kunde schreibt dir aufgrund des Poloposts, fährt nicht nach St. Moritz und es beginnt eine Kundenbeziehung bei dir. Was passiert denn? Das ist ein Vermögensverwalter.

speaker-0: Zum Beispiel, ja. Also, da habe ich ein super Beispiel auch. In der Regel kommt das erstmal ganz normal zustande. So, durch eine Vernetzung. So, durch eine Vernetzung auf LinkedIn. Manche tragen sich aber auch direkt auf die Webseite ein, aber in der Regel ist erstmal eine Vernetzung auf LinkedIn. So, dann, ich bin Sales, ja. Das heißt, das ist auch was, was ich immer Kunden sage. Wenn jemand auf euch zukommt, dann ist das ein Signal. Dann dürft ihr nicht einfach nichts damit tun. Das ist schon die erste Lektion sozusagen. Weil wenn mich jemand kontaktiert, dann hat die Person ja etwas damit bezweckt. Und natürlich gehe ich dann auf das Profil einer Person. Ich beschäftige mich also mit dem Gegenüber. Und das ist genau der Punkt. Du kannst heute keine Agentur mandatieren, die einfach generische Sachen postet oder die generische Nachrichten für dich schreibt. Also jede Agentur, die das macht, ist für mich unseriös, sage ich an der Stelle auch. Gerne. genauso wie Ghostwriter die Nachrichten von anderen beantworten. ich auch an der Stelle, ich beantworte alle meine Nachrichten selber. Niemand liest mein Postfach, also niemand. So, dann kontaktiere ich die Person und beschäftige mich vorher mit ihr. Und dann gehe ich in eine Konversation. Und dann geht die Konversation halt entweder in eine Kundenbeziehung über oder eben in einen lockeren Austausch, je nachdem. Wenn dann jemand Kunde werden möchte, Dann geht es natürlich erst mal darum, herauszufinden, was ist genau das dringendste Problem? Weil nicht jeder hat das gleiche Problem. Wir wollen zwar alle Kunden gewinnen, aber nicht jeder hat deswegen das gleiche zugrunde liegende Thema. Die einen haben vielleicht schon viele Kunden, verlieren gerade welche. Die anderen kriegen vielleicht neue Kunden, aber nicht die richtigen. Das heißt, ich gehe wirklich sehr genau rein in die Analyse. Was ist das Thema, was wir lösen wollen? In welchem Zeitraum? mit welchen KPIs, weil ich habe ja ein paar Jahre auch Projekte geleitet im Fintech-Bereich. Deswegen ich bin da ganz KPI orientiert auch. Also was soll der Outcome sein, damit ein Vermögensverwalter sagt, das möchte ich gerne so. Und die meisten sagen, hey, ich wäre schon zufrieden mit so zwei bis fünf Gesprächen pro Woche, qualifizierte Gespräche, wo sich dann im Monat zwei bis drei neue Mandate planbar draus entwickeln. So dann entwickeln wir eine Strategie für jeden Kunden individuell. Also für jeden Vermögensverwalter haben wir eine andere Strategie, was dann am Ende gemacht wird, diese Ziele zu erreichen. Das ist das eine. Das zweite ist aber auch, wie kann der Kunde dieses erreichen auch in seinem Tagesgeschäft? Weil es nützt mir nichts, wenn ich eine geile Strategie habe und der Vermögensverwalter sagt, ja, aber ich habe nicht fünf Stunden die Woche. Das geht nicht. Und dann überlege ich mir natürlich, okay, wie kann man das mit wirklich wenig Zeit schaffen? genau, das sind so die Themen. auch sich nicht verbiegen. Wir haben ja auch einen gemeinsamen Bekannten oder auch mehrere. Du kennst ja die Branche genauso gut wie ich. Und ich habe ja auch den Boris Jurcik begleitet vom Start weg. Und er hat ja auch gesagt, hey, ich möchte aber nicht so der Sales Typ werden. Da habe ich auch gesagt, das musst du gar nicht. Weil es gibt genug Menschen, genau auf deine Geschichte, wenn wir sie entwickelt haben, wie du rausgehst, die genau das sehen wollen. Es will nicht jeder diesen krassen Sales-Typen da draußen haben. Du musst dich nicht verändern, erfolgreich zu sein. Und das ist mir halt super wichtig, die Authentizität des Gegenübers auch beizubehalten und vielleicht nur online sichtbarer zu

speaker-1: Ich muss nochmal auf unseren Eingangsschied, der Miss Trust is the New Default, kommen. Das ist ja eine sehr kritische Einflugschneise in dein Geschäft. Ende müssen wir doch jetzt festhalten können, dass es gerade Vermögensverwaltern mitunter, UHNWI ist wahrscheinlich auch, aber da kenne ich mich nicht so gut aus, aber Vermögensverwaltern, Stück weit daran mangelt in Social Media und auch überhaupt in Marketing-Fragen quasi ordentlich und geschäfts... Ziele verfolgend beraten zu werden, oder?

speaker-0: Korrekt. Ja, das ist ein Riesenmanko in unserer Branche und deswegen habe ich ja damals auch entschieden, ich mache das jetzt, weil es niemand anders macht. Genau.

speaker-1: Wie, jetzt langsam zum Abschluss zu kommen, liebe Alexander, können wir denn mal zusammenarbeiten? Wir sollten eine Kooperation mal angehen. Du flex mal bei LinkedIn.

speaker-0: Kann ich gerne machen, mache ich jeden Tag. Siehst du? Nein, zweiten. Nein, heute habe ich gar nicht geflext. Heute habe ich ja auch euren Private Banking Magazin Artikel, den ihr mal über mich gemacht habt, den habe ich heute noch mal voller Stolz auch geteilt.

speaker-1: fast aufs Jahr acht Jahre her. Also du flexst uns unser Gespräch und dann würde ich gerne redaktionell die Arbeit von dir an einem Vermögensverwalter, der sich da meldet und sagt, hey, das hat mich jetzt aber richtig gecatcht, dann begleiten wir das mal redaktionell.

speaker-0: Genau. Das können wir gerne machen. Da wäre ich auf jeden Fall dabei. Machen wir eine Case Study.

speaker-1: Ja, das glaube ich auch, weil das ist ja hochgradig spannend. Und im Endeffekt ist es ja auch vielfach jetzt mit der Transformation von Vermögen von einer Generation auf die nächste am Ende des Tages auch so, dass gerade die jüngeren Vermögensinhaber, die im Endeffekt im Daily-Life und im Social Media groß geworden sind, ganz andere Ansprüche haben, als es vielleicht der Vater noch bei seinem eigenen Vermögensverwalter oder Family Officer hat.

speaker-0: Nicht mal andere Ansprüche, aber andere Art der Kommunikation, würde ich sagen. Also die Ansprüche sind schon generell auch hoch, die möchten informiert werden, aber die möchten vielleicht nicht mehr einmal im Monat sich physisch treffen, können sie vielleicht auch gar nicht, weil sie unterwegs sind oder sonst was. Die möchten vielleicht auch weniger Golf spielen, kann auch sein, also die jüngere Generation nur so als Tipp für alle, zuhören. Also Padel ist wohl gerade Das Nonplusultra auch unter jungen Unternehmern, die Geld haben. Von daher Padel wäre so ein Thema. Aber Spaß beiseite. Also die Kommunikation ist so das Thema. Deswegen zum Beispiel, ich habe jemanden von einem Privatjetbroker mal eingeladen in meinen Podcast. Und da ging es gar nicht darum zu flexen, sondern es ging wirklich mal darum, was ist der Grund für Menschen so zu fliegen? Und wie sind diese Menschen drauf? Wie ticken die? Und was interessiert die, was bewegt die? Wir wollten so ein bisschen auch Einblicke geben in diese Welt. dann kam halt raus, es sind viel mehr, ich sag mal, normale Menschen, die Privatjet fliegen, als wir alle denken. Ja, einfach weil es bequemer ist und weil Menschen sich Zeit eben gerne was kosten lassen. Zeit und Bequemlichkeit. Ich meine, jetzt sind bald wieder Ferien. Viel Spaß am Flughafen, wenn man keinen Priority Access hat. Das dauert dann. Und ich hatte dann auch gefragt, Wie kontaktieren euch denn Kunden? Wie kommunizieren die am liebsten? Und es ist wirklich per WhatsApp. Und was zum Beispiel für solche Kunden wichtig ist jetzt für die nächste Generation, die wollen schnell kommunizieren. Das heißt, die wollen nicht eine E-Mail an die Sekretärin schreiben und dann irgendwann einen Termin machen. Die wollen lieber mal schnell eine WhatsApp austauschen. So auch ein Beispiel, ich habe einen Steuerberater. Da frage ich den einfach per WhatsApp, guck, ich beteilige mich jetzt hier an einer Firma. Also ich habe mich jetzt zum Thema LinkedIn an einer Firma beteiligt, die Sales-Signale auslesen kann. Und dann schreibe ich schnell meinem Steuerberater, hey guck mal, das ist hier das Beteiligungsmodell. Kann ich das so in meine Firma einbringen? Was muss ich beachten? Und mit den UHNWIs ist es genauso. Die wollen über WhatsApp kommunizieren. Oder auch so ein Beispiel, wie findet denn so ein UHNWI Kunde, wie findet der denn einen Privatjetbroker über Instagram? Weil die Sekretärin, die sucht teilweise dann auf Instagram nach Anbietern. Und das ist auch so ein Thema. Warum ich jedem Vermögensverwalter immer sage, selbst wenn du den Account nicht benutzt, sicher dir den Account mit deinem Namen, weil im dümmsten Fall hat irgendjemand anders deinen Namen, ja, und macht dann irgendeinen Schmu auf Insta und es wird mit dir irgendwie noch verbunden. Deswegen alleine aus dem Schutzaspekt sollte jeder, der seinen Firmennamen irgendwo eingetragen hat, sich mindestens auch den Instagram-Namen mal sichern. Das vielleicht so als Quickwin.

speaker-1: Alexandra, wenn du heute einem mittelgroßen Family Office drei Ratschläge geben müsstest, auch in zehn Jahren noch quasi als vertrauenswürdiger Partner wahrgenommen zu werden, welche wären das?

speaker-0: Also auf jeden Fall jetzt anfangen sichtbar zu werden. Und sichtbar heißt wie gesagt nicht, dass man alles teilt online, aber dass man zumindest mal ein bisschen was auf YouTube macht, vielleicht eine Keynote, die man mal gehalten hat. Weil ich meine jeder, der so ein Family Office hat, der hat auch mal irgendwann Content produziert, irgendeinen Research oder sowas. Daraus einfach mal ein YouTube Video machen und dann ist man schon ganz vorne im Algorithmus mit dabei. Und auch in der KI-Suchmaschine. Das ist schon mal Nummer eins. Dann Nummer zwei, sich wirklich überlegen, wo sind die Kunden jetzt, was machen die? Jüngere Mitarbeiter einstellen, würde ich auch jederzeit machen, weil die sind immer am nächsten dran. Und das dritte wäre auf jeden Fall mit mir zusammenarbeiten. An der Stelle. Weil wir können diese Probleme tatsächlich, wir können das lösen. Es ist nicht so schwer, wie man denkt und wie andere Agenturen es einem verkaufen wollen. Es ist aber auch nicht so leicht, wenn man es selber machen will, weil es kommt Tagesgeschäft dazwischen. Und wie gesagt, ich kenne mich halt auch aus mit Compliance, mit Regulatorik. Ich weiß, was man auch machen darf auf Social Media und was vielleicht auch lieber nicht. Und ich habe auch Verständnis dafür. Wenn so ein Präsident in den USA wieder irgendwelche Entscheidungen trifft, die am nächsten Morgen die ganze Welt beeinflussen, dann bin ich die Letzte, die sagt, der Kunde muss jetzt aber Content produzieren. Dann sage ich, ne, macht ihr mal eure Portfolien und ich kümmere mich gern Content für euch. Ja, genau, das sind so die Themen. Aber die Erbschaftswelle, rollt, die ist signifikant und das ist eine Riesenchance auch. Man kann natürlich einerseits Kunden verlieren, aber alle anderen verlieren ja auch Kunden und die Kunden kann man natürlich gezielt gewinnen, wenn man jetzt langsam anfängt. Und LinkedIn ist ein super Tool für UHNWI-Aquise, muss ich sagen und Instagram auch.

speaker-1: Wem vertraust du persönlich heute noch uneingeschränkt?

speaker-0: meinem Lebenspartner. Sonst hätten wir ein Problem. Meinen Eltern, sofern ich sie gut instruiert habe, wir haben ein Passwort vereinbart. Falls mal jemand bei Ihnen anruft mit meiner Stimme und so tut, als wäre es ich, haben wir ein Passwort vereinbart. Deswegen vertraue ich meinen Eltern grundsätzlich, aber nicht wenn es darum geht, dass sie sicher sind vor Hackern und Phishing. weil da sind sie leider nicht gut genug ausgebildet. Ja, wem vertraue ich sonst uneingeschränkt? Meine eigenen Intuitionen auf jeden Fall. Ja, und wenn sich was nicht stimmig anfühlt, dann ist oft auch irgendwo der Hund begraben und das wäre auch was, ich jedem Kunden sagen würde. Also wenn irgendwo sich das Bauchgefühl regt und irgendwas komisch ist. Und das haben wir Menschen ja verlernt, darauf komplett zu hören auch. Es ist oft mehr, und das ist ja auch, warum KI so ein Problem für uns ist. Wir merken, da ist irgendwas oder Personen, die Schauspielern oder die so tun, als ob da merkst du ja irgendwie so, das ist irgendwie unauthentisch. Und das ist was, was eigentlich ein Naturinstinkt von uns Menschen ist. Und ich glaube, das wird uns da auch in Zukunft wieder mehr helfen. Deswegen das Misstrauen ist auch ein Schutz. Es ist nur die Frage, wie wir damit umgehen wollen.

speaker-1: Alexandra, vielleicht wichtigste Frage zum Schluss. Was wird künftig wichtiger, sein Performance oder Vertrauen?

speaker-0: Vertrauen ist heute schon wichtiger, wird in Zukunft auch so sein. Weil Performance ist nicht das auch Gebühren. Ich erlebe immer wieder Kunden. Ich meine, es ist ja völlig klar. Es gibt Kunden, sagen, ist mir egal, was das kostet. Ich will mit dir arbeiten oder mit jemand anderes. Es ist heute schon Vertrauen. Performance ist das, was wir uns einreden, was das Thema ist. Also ich habe zum Beispiel auch mal ein Gespräch gehabt mit einem Vermögensverwalter, der nicht Kunde geworden ist, weil Ich dann sehr provokant gesagt habe, ihr wisst ja, sie wussten, sie mussten was tun, sichtbarer werden. Haben aber dann gesagt, ja, aber wir haben gerade nicht so eine gute Performance. Dann habe ich gesagt, aber glaubt ihr nicht an euer Produkt oder was ist jetzt das Thema? Ja, da hast du vielleicht den Finger in die Wunde gelegt. Und dann habe ich gesagt, und Sichtbarkeit kann nicht lösen, wenn du in dein eigenes Produkt nicht vertraust. Das ist schon mal das eine. Und das zweite ist, wenn du aber Menschen hast online, die dir folgen, dann kontrollierst du auch das Narrativ. Weil, und das glauben mir auch viele, ja dann gibt es ja irgendwann mal einen Shitstorm. Ja, den gibt es vielleicht, aber wenn du gar nichts online hast, hast du dem auch nichts entgegenzusetzen. Ja, es gibt ja Menschen, die kommen aus jedem Shitstorm irgendwie wieder raus, weil die so viele Fans da draußen haben. Ich meine, es gibt ja auch hier diese... Zwei Jungstar aus Frankfurt damals, mit ihren Elefanten im Vorgarten, die sind auch wieder da, weil die so viele Fans haben. Ich sage jetzt nicht, es soll kein Beispiel, kein positives sein. Bitte nicht falsch verstehen. Aber so viel zum Thema, wenn man Vertrauen aufbaut, online und es gut macht, dann übersteht man auch, wenn die Performance mal nicht so gut ist. Weil es zählt immer, wie gehst du mit einer schlechten Situation Wie transparent bist du? Bist du dann für deine Kunden da oder gehst du nicht mehr ans Telefon? Und das macht den Unterschied.

speaker-1: Alles klar, lieber Alexandra, vielen Dank für das sehr nette und offene Gespräch.

speaker-0: dir auch.

speaker-1: Ich freue mich auf unsere kleine Kooperation, Flexen und Redaktion. Ich mich auch. dir. Liebe Grüße nach Zürich. Schönen Abend.

speaker-0: Danke, Dir auch.

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