#83 - Die teuren Fehler beim Verkauf einer Vermögensverwaltung – Dr. Daniel Baade, Teil 2

Shownotes

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Über mich: Alexandra Weck – 17 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche, heute Sales 4.0 🔗 LinkedIn-Profil - ([https://www.linkedin.com/in/alexandra-weck/)]])

Dr. Daniel Baade: 🔗 LinkedIn-Profil - ([https://uk.linkedin.com/in/daniel-baade)]]) Website](https://dyerbaade.com/))

Transkript anzeigen

00:01:54: Herzlich willkommen zur heutigen Episode vom Weck Up Call und es

00:01:58: ist der zweite Teil, den wir euch ja schon versprochen und angekündigt haben,

00:02:03: mit Dr. Daniel Baade von Dyer,

00:02:07: Baade & Company 5 00:02:10.532 --> 00:02:13.964 Daniel, schön, dass du dir heute noch mal die Zeit genommen hast,

00:02:13: hier zu sein.

00:02:15: Sehr gerne, freut mich.

00:02:17: Und wir haben jetzt heute eigentlich so noch die richtigen spannenden Themen

00:02:22: vor uns. Also beim letzten Mal haben wir ja darüber geredet,

00:02:26: wie so ein Verkaufsprozess abläuft,

00:02:29: vor allen Dingen, was auch euer Mehrwert dabei sein kann,

00:02:32: wie das eben funktioniert, warum sich oder warum manchmal auch Kunden mehr oder

00:02:39: weniger für ihr Lebenswerk bekommen.

00:02:42: Und wir haben vor allen Dingen ja auch über ganz viel Menschliches geredet.

00:02:46: Und heute wollen wir einsteigen mit den teuren Fehlern.

00:02:51: Weil am Ende, und das ist ja oft so ein Punkt,

00:02:56: gerade so Fehler, die man vielleicht hätte vermeiden können,

00:02:59: die kosten am Ende ja irgendwo Geld.

00:03:02: Die können bedeuten, dass man vielleicht weniger als den Verkaufspreis bekommt,

00:03:07: dass man vielleicht doch an den falschen verkauft hat und sich dann irgendwann

00:03:11: ärgert oder was auch immer. Also wir wollen auf jeden Fall mal in diese Fehler

00:03:16: jetzt einsteigen. Von daher die Frage an dich als Experte,

00:03:20: was ist denn der häufigste Fehler,

00:03:22: den Inhaber machen, wenn sie über einen Verkauf nachdenken?

00:03:27: Ja, das ist eine sehr gute Frage.

00:03:29: Also im Wesentlichen ist der größte Fehler,

00:03:31: dass Unternehmer nicht genug vorbereitet sind für den Verkauf.

00:03:37: und was danach passiert. Häufig unterschätzen sie,

00:03:41: dass wenn man einen großen Betrag für die Firma haben möchte,

00:03:45: dass eine ganze Armee von Leuten die Diligence betreibt.

00:03:49: Spezialisierte Leute für Steuern,

00:03:52: für Accounting, für alle möglichen Geschichten,

00:03:55: Anwälte, Regulierungsexperten und so weiter und so weiter.

00:03:59: Und deren Job ist es halt jeden Stein umzudrehen und Sachen zu finden.

00:04:03: Und das geht dann meistens über einen Zeitraum von drei Monaten.

00:04:09: Die finden eigentlich immer was,

00:04:09: wenn man nicht gut vorbereitet ist.

00:04:11: Ich stelle mir das so bisschen so vor,

00:04:13: wie die Steuerfahndung,

00:04:16: die dann auch jeden Stein

00:04:17: Gute Nacht.

00:04:18: umdreht in der Firma. Kann man sich das so vorstellen,

00:04:20: nur freiwillig?

00:04:22: Das kann man sich genauso vorstellen und mit der Kombination,

00:04:25: dass dann ganz häufig sozusagen Good Cop,

00:04:28: Bad Cop gespielt wird. Also irgendeiner von den Religions Leuten findet

00:04:32: was und dann sagt der Käufer,

00:04:35: Mensch, ich würde ja gerne den vollen Preis bezahlen,

00:04:37: aber die haben das jetzt gefunden,

00:04:38: deswegen kann ich gar nicht. Und wenn du überlegst,

00:04:42: was da vielleicht 30, 40 Leute Religions machen,

00:04:44: das ist ganz schön viel. Und wenn man da nicht vorbereitet,

00:04:46: ist noch kein Berater an Seite,

00:04:48: dann geht man ganz schnell da drunter.

00:04:49: Das ist ganz großer Punkt, den Leute unterschätzen.

00:04:53: Zumal auch Käufer auf die Firma anders gucken als Unternehmer.

00:04:57: Der Unternehmer guckt auf gewisse Zahlen jeden Tag,

00:04:59: jede Woche, jeden Monat, vielleicht jedes Quartal.

00:05:02: Aber gesagt, in einer due diligence sind ganz andere Sachen relevant,

00:05:07: die häufig von Unternehmern unterschätzt werden.

00:05:10: Der zweite große Punkt ist, was du schon angesprochen hast,

00:05:12: ist, wenn man einen Trade Buyer verkauft,

00:05:17: also nicht an eine Private-Accounting-Firma,

00:05:19: dann ist in einem Großteil der Consideration des Betrags ja auch ...

00:05:23: abhängig von einem Earnout, der oft über zwei,

00:05:26: drei Jahre alt gezahlt. Das heißt,

00:05:29: ist unheimlich wichtig, dass die Firma danach weiter wächst

00:05:31: und ihre Ziele erfüllt. Und wenn man nicht genug darüber nachgedacht

00:05:35: hat oder erfragt hat, wie denn die Integration danach aussieht,

00:05:39: was passiert dann mit der Firma nach der Transaktion,

00:05:43: kann das ein sehr, sehr teurer Fehler werden,

00:05:45: wo man vielleicht erwartet, dass man X bekommt und vielleicht

00:05:48: die Hälfte ist deferred, ein Earnout und dann

00:05:53: verhindert oder trifft man die Targets nicht und so weiter.

00:05:56: Dann ist der Urlaut viel geringer als man erwartet oder man ist auch nicht

00:06:00: im Klaren, welchen Support man haben möchte vom Käufer an und so weiter.

00:06:05: Dann sind viele Verkäufer,

00:06:10: nicht auf diese Phase vorbereitet sind,

00:06:12: die quasi keine zweiseitige Dissolution gemacht haben,

00:06:15: sondern nur eine einseitige erlaubt haben,

00:06:16: aber nicht in die andere Dissolution gemacht haben.

00:06:18: Ganz häufig sozusagen on the back foot,

00:06:21: wie man Englisch sagt und das kann sehr,

00:06:23: sehr treu

00:06:24: Also wenn das mit dem Stein umdrehen lässt mich gerade nicht mehr so richtig los,

00:06:31: weil ich kenne ja auch, ich sag mal so Vermögensverwalter und jeder

00:06:36: ist anders als der andere und es ist auch nicht immer alles standardisiert

00:06:41: und manchmal gibt es dann auch,

00:06:43: ich sag mal noch viele Sachen vielleicht auf Papier oder Fax und so weiter,

00:06:47: also sind das auch Themen. Das heißt,

00:06:51: bevor man in so eine Due Diligence geht,

00:06:54: Helft ihr dann auch, das mit glatt zu ziehen oder dem Inhaber zu sagen,

00:06:58: so so müssten die Daten aussehen?

00:07:01: Ich meine, die Steuerverhandlungen denen ist das egal.

00:07:05: Die nehmen alles mit, was sie finden können,

00:07:07: egal in welchem Schrank oder Hexler oder sonst was.

00:07:10: Aber bei einer Due Diligence gibt es auch bestimmte Erwartungen,

00:07:13: wie das Ganze so aufbereitet sein muss.

00:07:15: Und ich sag mal, je eher man damit anfängt,

00:07:18: eine 30 oder 40 oder noch mehrjährige Historie zu digitalisieren,

00:07:22: desto besser, oder?

00:07:24: Ja,

00:07:25: ganz genau. Und ganz häufig ist es so,

00:07:28: dass wenn Sachen vorbereitet sind,

00:07:30: kann man häufig auch Sachen einfach erklären und sozusagen

00:07:33: im Zusammenhang erklären,

00:07:33: Mhm.

00:07:34: warum man was gemacht hat, warum es Sinn gemacht hat.

00:07:36: Wenn man das aber nicht vorbereitet macht und Leute einfach auf Sachen stoßen,

00:07:42: dann wird das ganz häufig erst mal negativ interpretiert und dann

00:07:45: ist man ganz schnell on the back foot und muss erst mal erklären.

00:07:48: Und häufig ist es so,

00:07:52: wenn wir mit unseren Kunden arbeiten,

00:07:54: das dauert teilweise sechs Monate,

00:07:55: neun Monate, zwölf Monate, alles wirklich perfekt zu haben und so weiter.

00:07:59: Und dann sind manchmal Sachen,

00:08:00: einfach in einer Firma sind, die in einer DoDiligence halt

00:08:05: zum Problem werden könnten, weil es für Wissen Käufer sehr wichtig

00:08:08: ist und andere Leute sind damit eher okay,

00:08:11: dass solche Sachen haben.

00:08:13: Und da hilft natürlich auch, dass alle verstanden haben und dann halt noch

00:08:16: Lösungen finden für die spezifischen Situationen in einer Firma.

00:08:20: wie man so schön sagt, Beispiel ein Messer ist neutral,

00:08:23: dann kann man ein schönes Mittagessen machen oder auch jemanden umbringen.

00:08:28: so ist es auch bei vielen

00:08:29: Ja.

00:08:30: Religions-Welt-Sachen und so weiter.

00:08:31: Es sind einfach Fakten und es die Frage,

00:08:33: wie man die Fakten interpretiert.

00:08:35: man kann zum Beispiel zu einem Punkt,

00:08:39: wenn jetzt jemand sehr, viele Informationen noch hat,

00:08:42: einfach ein Papier

00:08:42: von man hat, dann kann man das einfach als Stärke präsentieren.

00:08:47: Weil wenn der Käufer z.B. unheimlich digitalisiert ist,

00:08:49: dann sagt man, okay, dann machst du das doch sofort,

00:08:52: wenn du die Firma gekauft hast.

00:08:54: Anstatt dass wir

00:08:54: Mhm.

00:08:55: jetzt zusammenklappen und so weiter.

00:08:57: Das ist nur ein Beispiel,

00:08:57: Ja.

00:08:59: aber da gibt es ja sehr viele Sachen,

00:09:00: wo man auch ganz schnell mal so Schwächen in Stärken umbauen kann.

00:09:05: Aber das hat damit zu tun, man sich sehr vorbereitet auf den Verkauf.

00:09:11: und auf die Zeit danach. Und das ist das sozusagen ein Spurring-Partner,

00:09:15: ein guter Hermann Eheberater sozusagen,

00:09:17: ein Großteil des Mehrwerts.

00:09:18: Da

00:09:20: kann man sich so langsam auch vorstellen,

00:09:22: wenn man mal in solche Prozesse einsteigt,

00:09:25: wieso die Integration von UBS und Credits wie es so lange gedauert hat.

00:09:30: Weil das ist ja da auf einem ganz anderen Level.

00:09:33: Aber es ist im Prinzip genau das,

00:09:35: was du ja auch beschreibst, die Integration und das eben auch nicht

00:09:39: zu unterschätzen. Viele bereiten sich auch,

00:09:42: das haben wir beim letzten Mal schon gesagt,

00:09:43: zu spät vor. Wann sollte ein Inhaber anfangen?

00:09:48: auch über Verkaufsfähigkeit nachzudenken.

00:09:50: Und Verkaufsfähigkeit ist ja nicht,

00:09:53: dass der Inhaber sagt, ich würde gerne verkaufen oder ich überlege

00:09:56: mir das jetzt mal. Vielleicht kannst du noch mal ganz kurz

00:10:00: den Begriff Verkaufsfähigkeit an der Stelle für alle,

00:10:02: die die letzte Podcast-Episode vielleicht nicht gehört haben,

00:10:05: da gerne auch noch mal einsteigen.

00:10:07: Aber genau, also die meisten bereiten sich zu spät vor.

00:10:11: Wann sollte man anfangen, über Verkaufsfähigkeit nachzudenken?

00:10:15: Also je früher, je besser.

00:10:18: Ich auf jeden Fall sagen, mindestens ein oder zwei Jahre bevor

00:10:21: man verkaufen möchte.

00:10:23: Man

00:10:23: Mhm.

00:10:25: kann es auch schon drei, vier Jahre davor machen.

00:10:28: Ganz einfach, wenn man das schon langfristig vorher macht,

00:10:30: dann kann man langfristig über gewisse Probleme,

00:10:34: Möglichkeiten nachdenken, zum Beispiel Nachfolgeregelungen und so weiter.

00:10:39: Und auch, es ist ja auch immer ein Punkt,

00:10:42: wenn man zu einem Punkt kommt,

00:10:43: dass man verkaufen muss, weil man zu spät dran ist,

00:10:46: kann das sehr schnell sehr teuer werden.

00:10:47: Das ist immer blöd.

00:10:49: Und wenn man,

00:10:49: sagt man, typischen Situation ist,

00:10:51: wenn jemand in seinen Anfängen

00:10:53: wenn

00:10:53: ich in 50ern ist und sage, ich könnte eigentlich noch fünf,

00:10:56: sechs Jahre machen, aber ich fange schon mal mit dem Thema zu beschäftigen.

00:10:59: Wie sieht es ungefähr aus?

00:11:00: Mhm.

00:11:02: Dass man sich langsam an die Sache einfach rantastet und dann merkt man,

00:11:05: dass man die Firma verkaufen kann,

00:11:08: wenn man noch in einer Position der Stärke ist,

00:11:10: wenn man noch in Lage ist, Kunden zu gewinnen und nicht,

00:11:13: wenn man in seinen 70ern ist und vielleicht schon wird.

00:11:16: mit dem Rücken zur Wand steht.

00:11:18: und vielleicht schon als 10 Jahre nicht

00:11:19: mehr investiert hat und dann es vielleicht auch schon zu spät ist.

00:11:22: Da kann man doch jede Menge Werte vernichten,

00:11:26: wenn man halt nicht langfristig denkt.

00:11:28: Es gab ja auch, ich werde natürlich da jetzt auch keinen Namen nennen,

00:11:32: aber jeder, sich ein bisschen auskennt,

00:11:34: weiß ja darüber auch Bescheid.

00:11:36: Aber es gab ja in den letzten drei,

00:11:38: vier Jahren auch im deutschen Bankenmarkt so den einen oder anderen Verkauf,

00:11:44: der nicht über die Bühne gegangen ist oder nicht gemacht werden konnte,

00:11:48: aus verschiedenen Gründen. Und das Thema Timing hat da natürlich auch irgendwo

00:11:54: ja es berechtigt.

00:11:55: Aber es ist genau wie du sagst,

00:11:56: immer wenn man verkaufen muss und dann unter Zeitdruck ist,

00:12:01: selbst das ist dann am Ende kein Garant,

00:12:03: dass es einfach klappt. Und wenn jetzt zum Beispiel eine größere andere

00:12:06: Gesellschaft ein Equity hat und das nicht losbekommt,

00:12:11: ja dann muss sie es halt behalten sozusagen.

00:12:14: Ja genau.

00:12:16: Und nur mal ganz kurz da einzuhaken,

00:12:18: es ist vielleicht ein kleineres Problem bei Vermögensverwaltungen.

00:12:21: Weil Vermögensverwaltungen in der Regel profitabel sind und sehr viel Cash

00:12:24: produzieren. Nicht immer, aber es ist eine Regel.

00:12:27: Aber wenn man Firmen redet, die zum Beispiel mehr so auf der Fintech-Ebene sind

00:12:32: und so weiter, wo dann die Gefahr ist,

00:12:35: dass die Firmen einfach kein Cash mehr haben nach ein bisschen.

00:12:38: wenn sie nicht so profitabel sind oder einfach investieren müssen und so weiter.

00:12:42: Da braucht man jetzt kein Genie sein.

00:12:45: In der Digital Business findet man raus,

00:12:46: wie viel Cash noch in der Firma da ist.

00:12:48: Wenn der Käufer weiß, dass der andere verkaufen muss innerhalb

00:12:51: von einer Wissenzeit, dann wird das unheimlich teuer.

00:12:54: Deswegen nutzt das Werk macht Sinn,

00:12:55: sich langfristig vorzubereiten.

00:12:57: Wenn man einfach mal überlegt,

00:13:01: wenn eine Private Equity Firma zum Beispiel einen Vermögensverwaltungen kauft oder

00:13:04: eine andere Firma kauft.

00:13:06: dann planen die deren Exit fünf Jahre voraus.

00:13:10: Das sind professionelle Investoren.

00:13:12: Das kann man als Vergleich nehmen als normaler Unternehmer.

00:13:16: Wenn die Profis fünf Jahre lang planen,

00:13:18: dann sollte man selber auch mehr als fünf Tage,

00:13:21: fünf Wochen oder fünf Monate lang verbranieren.

00:13:23: Ja, da hast du recht. Zu dem Punkt auch,

00:13:27: gibt es denn irgendwas, was den Wert eines Unternehmens auch komplett zerstören

00:13:32: kann, was man aber so mit Vorlauf hätte vermeiden können?

00:13:34: Also du hast jetzt schon gesagt,

00:13:35: klar, Cash-Engpass, das ist dann so der Todesstoß.

00:13:39: Das ist ja auch der Grund, warum die meisten Unternehmen in den ersten drei Jahren

00:13:43: pleitegehen. Also generell.

00:13:46: Aber was fällt dir da vielleicht noch ein?

00:13:48: Was zerstört so ein Unternehmenswert?

00:13:50: gibt es eine ganze Menge Themen,

00:13:52: die zum Beispiel sehr wichtig sind,

00:13:54: gerade im Bereich der Vermögensverwaltung und so weiter,

00:13:57: wenn man historisch zum Beispiel toxische Produkte verkauft hat,

00:14:01: wo ein Haftungsrisiko besteht,

00:14:04: was man gerne mal vergisst und dann irgendwann sozusagen kommt das halt hoch.

00:14:08: Das kann eine Firma unverkaufbar machen,

00:14:11: weil das einfach ein großer Teil des Buches ist.

00:14:15: Zweiter großer Punkt ist, wenn die Firma wirklich wichtige Mitarbeiter,

00:14:20: wirklich wichtige Berater, Client Facing Mitarbeiter verliert

00:14:26: im größeren Band, dann ist es ganz häufig nur eine Frage der Zeit,

00:14:29: dass auch die Kunden mitgehen.

00:14:32: Und dann kann eine Firma, die sehr groß war und sehr attraktiv war,

00:14:35: nach einer sehr kurzen Zeit plötzlich nicht mehr attraktiv werden.

00:14:39: und dann ist es eine Spirale, die sie herunterdreht.

00:14:41: das sind so, es gibt mehrere Punkte,

00:14:43: aber das sind die beiden größten Punkte,

00:14:45: jemand im Bereich Vermögensverwaltung,

00:14:48: Wealth Management aktiv ist, auf der er wahrscheinlich achten sollte.

00:14:51: Okay, und wir hatten ja auch darüber gesprochen beim letzten Mal,

00:14:55: es geht so sehr viel ~ menschliche Themen,

00:14:58: Psychologie und dergleichen, wie sehr schadet es,

00:15:02: wenn der Inhaber emotional stark am Unternehmen hängt.

00:15:06: es ist ja auch immer wieder Gegenstand von Film und Fernsehen oder

00:15:11: die Serie Succession, ich glaube,

00:15:14: die ist den meisten dann auch bekannt.

00:15:16: Wer es noch nicht kennt, auf jeden Fall mal reinschauen.

00:15:20: Genau, also wenn der Inhaber sehr stark emotional am Unternehmen hängt,

00:15:25: ja, wie sehr schadet das dann?

00:15:28: Was passiert dann in der Regel?

00:15:30: Ja, das ist schon ein großes Thema,

00:15:32: wenn jemand eine Firma aufgebaut hat über 20,

00:15:34: 30, 40 Jahre und dann plötzlich nicht mehr zur Arbeit kommen kann

00:15:38: als Chef und nicht mehr das Sagen hat.

00:15:40: Ja, das kann schon ein riesengroßer Unterschied sein.

00:15:46: Damit müssen sich die Verkäufer schon frühzeitig anfreunden.

00:15:49: Das ist auch ein großes Thema,

00:15:50: wo wir Zeit verbringen, dass Leute das verstehen.

00:15:53: Im Wesentlichen, die meisten Leute können sich damit anfreunden,

00:15:58: denn die verlieren zwar ein Stück,

00:16:00: sag ich mal, Gewohnheit und Freiheit,

00:16:03: dass sie der Chef in ihrer eigenen Firma sind,

00:16:05: aber im Gegenzug haben die meisten danach einen Kontostand,

00:16:08: aussieht wie eine Telefonnummer.

00:16:10: da kann man ja auch andere Sachen mitmachen.

00:16:13: Aber das ist natürlich nicht jedermanns Sache.

00:16:16: Aber das ist ein ganz, ganz großes Thema,

00:16:18: das sozusagen sich heute abfinden müssen,

00:16:20: dass sich das Leben ändert. Und wenn das jemand nicht möchte,

00:16:22: das ist auch komplett in Ordnung.

00:16:25: Aber dann muss er sich entweder einen anderen Käufertyp suchen,

00:16:29: der die Optimität weiterhin gewährleistet.

00:16:33: Oder einen Nachfolger suchen oder nicht verkaufen oder irgendwas.

00:16:37: Aber ganz großes Thema, das sozusagen ...

00:16:41: Und auch ein weiterer Punkt in den Verhandlungen,

00:16:44: wenn Unternehmer emotional werden,

00:16:47: ist das eine ganz große Schwäche.

00:16:49: Denn die meisten Käufer sind...

00:16:50: Was passiert dann so? Hast du so ein Beispiel?

00:16:54: Anonym natürlich.

00:16:55: Leute können emotional werden über Dinge,

00:16:58: die relativ unwichtig erscheinen von der Käuferseite.

00:17:04: was wir schon angesprochen haben,

00:17:05: wenn dann verkauft wird, was ist denn der Jobtitel von dem,

00:17:09: der verkauft? Ganz häufig man den dann,

00:17:12: so Senior Advisor oder sowas,

00:17:15: einfach nur, den glücklich zu machen.

00:17:16: Aber manchmal geht das auch nicht.

00:17:18: Manchmal wollen sie einfach den Titel CEO oder sowas behalten.

00:17:21: Das geht einfach nicht. Und dann kann Leute einfach irrational werden.

00:17:25: Mhm.

00:17:25: Das Wichtigste ist sozusagen, dass man halt,

00:17:28: deswegen habe ich auch

00:17:29: gewisse emotionale Themen oder Themen,

00:17:31: halt auch ganz häufig redet man auch bei Familien im Hintergrund,

00:17:35: die Ehefrauen, die Kinder und so weiter.

00:17:37: Man auch irgendwelche Themen, dass man das einfach trennt

00:17:40: und dass man professionellen Mittels man einfach hat,

00:17:43: der die Probleme der Käufer versteht und sozusagen auch Empfehlungen gibt,

00:17:47: was machbar ist und was nicht machbar ist und dann halt mit

00:17:50: den Käufern halt verhandelt. Und gerade wenn die Käufer halt Finanzinstrueren

00:17:56: einfach sind, dann sind sie der Regel sehr,

00:17:57: sehr, sehr, sehr kalt.

00:17:59: und häufig verstehen die auch nicht das gewisse

00:18:03: Ja, persönliche Dinge unheimlich wichtig sind,

00:18:06: wie zum Beispiel halt, wie gesagt,

00:18:08: der Jobtitel oder so was. Oder wenn jetzt zum Beispiel jemand über die Firma,

00:18:12: Mitgliedschaft im Golfklub von den letzten 50 Jahren halt hat laufen lassen hat,

00:18:16: ja, und dann halt irgendwie dann oder seinen lokalen Fußballverein sponsert,

00:18:20: wo der Sohn halt spielt. Das kann schnell mal aufhören nach seiner Transaktion,

00:18:24: weil das geht ja alles ins ebete da.

00:18:27: Und da muss man einfach

00:18:27: Mhm.

00:18:27: halt Wege finden, das sozusagen zu adressieren und halt die Emotionen rauszunehmen,

00:18:31: einfach sachlich zu bleiben.

00:18:33: findet man dafür eine Lösung,

00:18:34: wenn man bisschen Zeit hat. Aber es ist ein spannendes Thema.

00:18:39: Okay, habt ihr dann auch schon mal so ein Mediator oder so dabei?

00:18:44: Ein Großteil unserer Arbeit ist halt auch,

00:18:49: Psychologe heimzuspielen, in solchen Situationen einfach ruhig zu bleiben.

00:18:51: Ja, das heißt, ihr fangt das möglichst gut selber mit ab.

00:18:53: Ganz,

00:18:56: ganz, ganz, ganz, ganz genau.

00:18:58: Ach ja, das ist spannend. Ich versuche mir gerade,

00:19:02: also bei uns in der Familie ist es dazu nicht gekommen,

00:19:04: aber ich versuche mir gerade vorzustellen,

00:19:06: wenn mein Opa die Firma hätte verkaufen sollen,

00:19:10: an einen Finanzinvestor oder so,

00:19:13: es wäre wahrscheinlich genauso gekommen,

00:19:14: wie du gesagt hättest.

00:19:18: Also, eine andere...

00:19:19: Weil er hat seine Yacht

00:19:20: auch, die Yacht lief dann halt auch auf die Firma,

00:19:22: also es ist jetzt nichts, das hört sich groß an,

00:19:24: aber es ist nichts Besonderes.

00:19:27: Das war so sein Ding und... ~

00:19:31: häufig gibt es auch eine Situation,

00:19:33: dass eine Firma mehr als ein Eigen hat,

00:19:34: vielleicht jetzt zwei Gründe und so weiter.

00:19:36: Und dass die sich halt irgendwann halt auch nicht mehr ganz grün sind,

00:19:40: weil zum Beispiel der eine halt dann die Jacht durch die Firma laufen hat,

00:19:43: unter anderem halt den Porsche,

00:19:44: aber die Jacht ist viel größer als,

00:19:45: und dann irgendwann fangen sie an zu streiten.

00:19:47: Und dann kann man es auch positiv halt drauf gucken.

00:19:49: Oder einer stirbt und dann kommt die Erbengemeinschaft,

00:19:50: Genau,

00:19:52: auch sowas. Das sind ja alles Dinge.

00:19:54: oder, oder, oder,

00:19:55: Oder einer will Vollgas geben und der andere will ein bisschen Teilzeit

00:19:59: und solche Geschichten. Dann gibt es Grunde,

00:20:01: warum sich Gründer oder Eigentümer,

00:20:05: die am Anfang beste Freunde waren und wo alles perfekt war,

00:20:08: irgendwann nicht mehr grün sind.

00:20:10: Und wenn man das geschickt

00:20:10: Mhm.

00:20:11: angeht, kann auch damit ein externen Investor solche Probleme gelöst haben.

00:20:15: Man muss aber sozusagen ...

00:20:16: Stimmt, man hat dann, das ist ja genau

00:20:18: das Thema, was ich ja auch immer wieder höre,

00:20:22: wenn man zum Beispiel zu zwei Personen eine Firma gründet,

00:20:25: wäre es gar nicht so schlecht,

00:20:26: wenn noch eine dritte Person Anteile hat.

00:20:28: Weil wenn man sich mal in einer maßgeblichen Entscheidung nicht einig ist,

00:20:33: dann hast du ja eine Pazsituation,

00:20:34: wenn beide zu gleichen teilen.

00:20:36: Und deswegen, da hast du eigentlich recht,

00:20:39: das ist gar nicht so unklug, dass man einen gewissen Anteil auch dann extern schon

00:20:43: vielleicht mal vergibt. ja, spannender Gedanke.

00:20:49: Was würdest du jemandem raten,

00:20:50: der das jetzt auch hört und vielleicht den wir jetzt gerade so auf

00:20:54: die Idee bringen und derjenige sagt sich,

00:20:57: Mensch, ist zwar jetzt noch kein Thema,

00:21:00: aber vielleicht doch in fünf Jahren.

00:21:02: Was sollte diese Person dann heute schon tun,

00:21:05: wenn der Gedanke so zum ersten Mal wie so ein kleines Pflänzchen mal kommt?

00:21:10: Was würdest du demjenigen raten?

00:21:12: Das Beste ist natürlich mich zu kontaktieren.

00:21:16: Da kann ich natürlich helfen.

00:21:16: Natürlich.

00:21:17: Aber immer Spaß

00:21:18: beiseite.

00:21:19: Ich glaube das wichtigste ist,

00:21:21: dass man sich Zeit nimmt, auch mit der Familie darüber nachzudenken,

00:21:25: was wirklich wichtig für jemanden ist.

00:21:26: Wenn es wichtig ist, einen Zweck zu haben,

00:21:29: zu arbeiten und so weiter und so weiter,

00:21:31: dann muss man sich darüber im Klaren sein.

00:21:34: Ganz häufig ist es auch der Punkt,

00:21:35: dass man einfach ins Alter kommt und einfach ein bisschen auch Geld rausnehmen

00:21:40: möchte, Familie abzusichern. Und gesundheitliche Probleme können ja

00:21:43: mal kommen und so weiter. Dass man sich wirklich im Klaren ist,

00:21:45: was man will. Will man weiter arbeiten,

00:21:48: will man halt riesige

00:21:50: rausnehmen, will man Kapital haben,

00:21:52: die Firma weiter wachsen zu lassen,

00:21:53: es anders machen zu lassen, dass man sich einfach im Klaren darüber ist,

00:21:57: was man wirklich hat.

00:21:58: Und was häufig dann dabei passiert,

00:22:00: wenn man sich da wirklich Zeit darüber nachzudenken,

00:22:02: dass man halt feststellt, dass man immer zur Kernfrage kommt,

00:22:07: ist man immer noch der beste Eigentümer für eine Firma oder

00:22:10: ist vielleicht jemand anderes?

00:22:12: Braucht man ein anderes Risikoprofil oder braucht die Firma

00:22:15: zum Beispiel Investitionen in AI oder Technologie oder einen anderen Ansatz für

00:22:19: Marketing und so weiter? Vielleicht ist eine Firma vor 20,

00:22:23: 30 Jahren gewachsen durch Zeitlandswerbung und die waren sehr,

00:22:26: sehr gut drin und das klappt vielleicht nicht mehr.

00:22:28: 100 Gründungen, dass man sich darüber sehr,

00:22:31: sehr im Plan ist, wer ist der beste Eigentümer für eine Firma,

00:22:34: wer kann den größten Mehrwert stiften,

00:22:36: was ist wichtig für die Personen,

00:22:37: für die Menschen, die dahinter stehen.

00:22:40: Und ganz häufig stellen wir dann fest,

00:22:42: dass halt viele Leute bei vielen Sachen

00:22:45: offen sind für Themen, aber dass es meistens so zwei,

00:22:48: drei Dinge gibt, die unheimlich wichtig für die sind.

00:22:51: Im Englischen sagen wir zu Red Lines.

00:22:53: Und wenn Sie die Red Lines bestimmt haben,

00:22:55: dann kann man auf Basis dessen auch einen Deal strukturieren

00:23:01: und Käufer entsprechend identifizieren und ansprechen,

00:23:04: ~ das zu verwirklichen, was die Leute wollen.

00:23:08: Zum Beispiel, wenn eine Firma eine gewisse Größe erreicht hat,

00:23:12: dann hat man mehr Optionen. Dann kann man zu etwas sagen,

00:23:14: okay, ich verkaufe jetzt entweder alles,

00:23:16: vielleicht kommt da raus, oder man kann auch mal nur einen Teil verkaufen.

00:23:20: Das ist auch ein großer Punkt.

00:23:22: Das ja Porsche gerade auch gemacht.

00:23:25: Das war glaube ich ein Teil von der Entwicklung,

00:23:29: also auf der IT-Seite glaube ich,

00:23:31: oder? Das haben sie doch auch irgendwie.

00:23:34: Ja, das ist nicht gesehen, kann gut sein.

00:23:37: Aber das ist halt ein ganz, ganz wichtiger Punkt und damit kann man halt,

00:23:42: wenn man nachgedacht hat, dann können wir helfen dabei,

00:23:46: diese Redlines zu identifizieren und auch ein bisschen zu helfen,

00:23:49: was möglich ist in welchem Markt und so weiter.

00:23:52: Aber wenn das verstanden ist,

00:23:56: lässt sich in der Regel ein Deal vorbereiten,

00:23:59: dann strukturieren, der wirklich auch dann die Ziele einfach erfüllt.

00:24:05: Ja, auf jeden Fall spannend. Das heißt,

00:24:08: alle, jetzt vielleicht auf die Idee kommen zum ersten Mal,

00:24:13: auf jeden Fall auch noch weiter jetzt die Folge anhören,

00:24:16: denn wir haben jetzt noch ein paar weitere spannende Themen,

00:24:20: in die wir einsteigen. Aber gerne Daniel schon

00:24:23: mal auch kontaktieren,

00:24:27: zum ersten Mal sich einfach mit dem Gedanken beschäftigt.

00:24:30: Wir gehen jetzt mal auf das Thema auch Positionierung.

00:24:33: und Sichtbarkeit als Werttreiber.

00:24:36: Weil das ist ja auch so bisschen mein Thema.

00:24:38: Ich habe ja auch immer wieder mal potentielle Kunden,

00:24:42: sagen, hier Alexandra oder Frau Weck,

00:24:44: das klingt alles total spannend.

00:24:47: Aber warum soll ich denn jetzt noch was machen hinsichtlich Kundenakquise

00:24:50: und Sichtbarkeit? Ich höre in fünf Jahren auf,

00:24:53: dann dann gehe ich in Rente, dann verkaufe ich den Laden.

00:24:57: Warum soll ich jetzt überhaupt noch was machen?

00:24:58: Und dann sage ich immer so, ja,

00:25:00: aber wenn sie genauso weitermachen wie jetzt.

00:25:02: dann werden sie den Laden einfach nicht verkauft bekommen.

00:25:05: Ich weiß, das ist eine sehr steile These und damit wollen wir mal

00:25:09: in dieses Thema einsteigen. Daher aus deiner ganz praktischen Erfahrung macht

00:25:15: es beim Verkauf einen Unterschied,

00:25:17: ob ein Vermögensverwalter eine klare Positionierung und eine sichtbare Marke

00:25:21: hat oder ob er einfach nur solide Zahlen liefert und sonst eher nicht

00:25:25: so sichtbar ist.

00:25:27: Solide Zahlen sind wichtig, aber der Unterschied zwischen einer durchschnittlichen

00:25:31: Bewertung und einer sehr guten Bewertung ist im Wesentlichen,

00:25:35: was ich die strategische Positionierung nennen würde.

00:25:39: Das kann ganz verschiedene Ausdrehungen haben,

00:25:42: aber der beste Weg darüber nachzudenken ist,

00:25:44: dass man sich vorstellt, irgendjemand soll ja die Firma kaufen

00:25:48: und dafür eine Premiumbewertung abgeben.

00:25:51: Und das macht er nur, wenn die Firma einen ganz klaren strategischen Mehrwert nimmt.

00:25:57: Den kann man zum Beispiel liefern,

00:25:59: wenn man auf eine gewisse Kundengruppe fokussiert ist.

00:26:02: sag mal als Beispiel,

00:26:05: wenn man zum Beispiel auf Ärzte als Kunden fokussiert ist.

00:26:09: Ärzte haben einen berufsstandsppezifischen Problem und Herausforderung

00:26:15: bei der Vermögensverwaltung, deren Einkommensprofile.

00:26:21: und wenn man da auch spezialisiert ist,

00:26:24: ob man den Ärzte jetzt zu finden oder was auch immer,

00:26:27: dann kann man daraus etwas größeres machen.

00:26:31: Zweiter wichtiger Punkt ist, dass Vermögensverwalter historisch ganz häufig

00:26:36: einfach nur mit einer Zahl gerechnet haben und das war Assets Under Management.

00:26:39: Und dann war halt, weiß ich nicht,

00:26:40: Correct.

00:26:41: mal als Beispiel 500 Millionen Assets Under Management sind 500 Millionen.

00:26:46: Die Tatsache

00:26:47: Mhm.

00:26:47: ist aber, dass es einfach nicht stimmt.

00:26:49: Denn wenn man nämlich sehr, viele Kunden hat,

00:26:51: die einen kleineren Kundenwert einfach haben,

00:26:56: die sind weniger wert als ein Kundenstamm mit sehr,

00:26:59: sehr vielen großen Kunden.

00:27:01: Weil du hast ja vielleicht bei den 500 Millionen,

00:27:03: wenn du Klumpenrisiken hast,

00:27:07: dann ist das natürlich interessant.

00:27:09: Okay, aber ich wollte dich nicht unterbrechen.

00:27:11: Ja, weiter gerne.

00:27:12: Das ist ein ganz,

00:27:12: ganz wichtiger Punkt. Man darf auch nicht vergessen,

00:27:16: dass das ...

00:27:19: ein Hauptgrund, warum Menschen halt Vermögen bilden ist,

00:27:22: ~ fürs Alter abgesehen zu sein.

00:27:24: Es gibt mehrere Gründe, aber das ist ein ganz ganz wichtiger Grund,

00:27:26: nicht über die superreichen, sondern einfach nur über mehr oder weniger normale

00:27:29: Menschen. Wenn ich mal ein mathematisches Beispiel kurz machen darf,

00:27:34: wenn jetzt jemand, er in den Ruhestand geht,

00:27:36: 300.000 zu Seite gelegt hat und davon hat leben möchte,

00:27:39: sagen wir mal vier Prozent nach Steuern sind das so 12.000 im Jahr,

00:27:42: ist ganz nett, kann man die Rente auch bessern,

00:27:45: aber da muss man auch den 300.000 Kapitalstaat umwenden.

00:27:48: Verbrauchung, weil man von 1000 im Monat nicht leben kann.

00:27:51: die meisten zu wenigstens nicht.

00:27:53: Wenn man auf der anderen Seite einen Kunden hat,

00:27:55: der 3 Millionen hat, wenn er in den Ruhestand geht.

00:27:57: Wie das gleiche Beispiel, 4 % vielleicht nach Steuern,

00:28:01: vielleicht realistisch.

00:28:04: 120.000 Jahr, 10.000 Monat, davon können die meisten schon leben.

00:28:08: Das heißt aber auch, dass der Kapitalstock nicht angefasst wird

00:28:12: und ein Hobby vererbt wird zur nächsten Generation.

00:28:14: Da sieht man schon weiter, dass zehn Kunden mit 300.000 nicht so wertvoll sind

00:28:19: wie ein Kunde mit 3 Millionen.

00:28:21: Und deswegen sozusagen ist halt,

00:28:24: wenn man sich auf den langen Frist auf den Verkauf vorbereiten kann,

00:28:27: dass man darüber nachdenkt, welche Kunden möchte ich eigentlich haben,

00:28:30: welche Kunden haben den größten Mehrwert beim Verkauf.

00:28:33: Und da kommt das Thema Positionierung entweder in der Geografie,

00:28:37: dass man halb jahrelang sehr fokussiert ist,

00:28:39: oder in der Demografie, halt zu Ärzte oder sowas,

00:28:43: oder halt auch im Vermögenssegment.

00:28:45: ganz ganz wichtig und es ist auch wichtig,

00:28:47: dass man im Englischen sagt Proposition,

00:28:50: also einen Service- und Produktansatz,

00:28:52: der genau auf die Zielgruppe zugeschnitten ist.

00:28:56: Aber wenn man das halt machen kann,

00:28:58: dass man halt tolle Kunden hat,

00:28:59: mit einem tollen Produkt, einem tollen Service,

00:29:01: dann hat man einen sehr guten Fit zwischen Strategie und dem,

00:29:05: was man einfach anbietet und dann dazu,

00:29:07: dass auch die Käufer das einfacher verstehen und dann am Ende halt auch eine

00:29:12: Premiumwertung abgeben oder wenn es Probleme

00:29:15: Probleme gibt, dann hat es man zur Seite packen kann,

00:29:18: weil sie einen anderen strategischen Mehrwert einfach liefern.

00:29:22: Das heißt im Prinzip untermauerst du gerade damit voll meine These

00:29:26: und auch mein Geschäftsmodell.

00:29:27: Das finde ich super. das zeigt ja,

00:29:31: also ich werde dann demnächst in den Calls einfach sagen,

00:29:34: wisse sie, ich kann ihnen dabei helfen ihr Kundenbuch

00:29:37: zu transformieren die nächsten fünf Jahre,

00:29:40: weil ein Kunde der 300.000 Depot hat es eben nicht so viel wert wie einer

00:29:44: mit drei Millionen.

00:29:45: Das merke ich tatsächlich auch in vielen Gesprächen schon jetzt.

00:29:48: Das ist auch das, woran wir mit vielen Kunden arbeiten.

00:29:50: Also genau das, dass man einfach schaut,

00:29:53: wie kriegt man bei den vermögenderen Kunden einfach mehr Durchdringung hin.

00:29:58: der Punkt ist ja auch, die Grenzkosten irgendwo,

00:30:02: weil du musst für ein 3-Millionen-Depot musst du genau dasselbe Onboarding machen,

00:30:07: dieselbe Analyse, Geldwäsche wie bei 300.000.

00:30:11: Also das ist genau der Punkt. Ich hoffe es hat jetzt jeder hier genau zugehört

00:30:17: und das Thema auch richtig aufgenommen.

00:30:22: Das heißt du hast ja jetzt damit auch schon den nächsten Punkt gesagt.

00:30:25: Also ein Käufer möchte natürlich auch Kunden.

00:30:28: Gut das ist vielleicht noch das Nachfolgethema dann.

00:30:31: Die bleiben. Das heißt ein zu altes Kundenbuch ist natürlich dann auch nicht

00:30:36: unbedingt immer das allerbeste.

00:30:38: Also wenn man jetzt nur Kunden hat.

00:30:40: Also nehmen wir mal an, Vermögensverwalter,

00:30:42: dann mit 65, 70 in Rente geht,

00:30:46: der hat in der Regel ja meistens Kunden,

00:30:48: die mindestens genauso alt oder älter sind als er.

00:30:53: Wie würdest du aber noch sagen,

00:30:54: hängt zum Beispiel auch die Stärke der Marke dann mit der Kundenbindung zusammen?

00:31:00: Ja, das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema und du recht,

00:31:03: dass meistens die Kunden nicht das Alter haben,

00:31:05: wieder Eigentümer oder vielleicht ein bisschen älter sind und so weiter.

00:31:09: Und dann kriegt man ein Problem,

00:31:10: wenn die Kunden halt alle halt 70 sind,

00:31:12: einfach demografisch leider halt dann die irgendwann halt nicht mehr unter uns sind.

00:31:15: Und die Erben wechseln ja häufiger.

00:31:18: ist ja eigentlich meine

00:31:19: zweite Kerntese. Die Erben, die gehen ja in der Regel zu einem anderen Verwalter.

00:31:24: Aber da hast du bestimmt jetzt auch nochmal ein paar Insights zu.

00:31:28: Genau, das ist ganz wichtiger Punkt,

00:31:29: wenn man drüber nachdenkt. Wenn man einen Kunden hat mit 3 Millionen,

00:31:33: dann kann man mehr Zeit investieren,

00:31:36: auf Verbindung mit der ganzen Familie zu knüpfen und damit

00:31:42: das Risiko zu minimieren, dass das Geld woanders hin wandelt.

00:31:45: Das kann man mit einem 300.000 Kunden nicht so einfach machen,

00:31:47: weil der Deckungsbeitrag nicht so groß ist.

00:31:50: Aber das Entscheidende ist bei solchen Firmen immer die Fähigkeit,

00:31:55: Kunden zu...

00:31:57: Kunden anzuziehen und dann die Kunden einfach zu behalten.

00:32:01: Das ist ganz, ganz Entscheidende.

00:32:03: Und wenn dann ein Kunden zu einem gewissen Alter einfach kommt,

00:32:06: dann muss man sich einfach im Klaren sein,

00:32:08: dass man entweder einen Weg findet,

00:32:10: den Vermögenstransfer zur nächsten Generation sozusagen bestmöglich zu begleiten.

00:32:15: Denn das hat mir leider fast jeder Käufer in der Branche verstanden,

00:32:18: dass das ein riesenrohes Problem ist.

00:32:20: Und sonst kauft man, wie man im Englischen sagt,

00:32:23: Melting Ice Cubes. Das wird natürlich keiner machen.

00:32:27: Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.

00:32:31: Oder man findet dann einen Käufer,

00:32:35: der vielleicht Produkte und Services anbieten kann,

00:32:38: die man selber nicht anbieten kann,

00:32:40: die dann aber die Kunden-Customer-Retention deutlich erhöhen kann.

00:32:46: Aber deswegen ist es sehr wichtig,

00:32:47: den strategischen Fit nachzudenken und so weiter.

00:32:49: Aber am besten ist es immer, eine Firma zu haben,

00:32:52: wo man einen

00:32:53: Kundenstamm hat, der altersmäßig relativ diversifiziert ist,

00:32:56: einer ganz klaren Fokussierung.

00:33:01: Und wenn man es wächst, dass man Kundenstamm wächst,

00:33:04: dann ist es immer gut von der &E Seite.

00:33:09: Wenn jetzt zwei Vermögensverwalter dieselben Zahlen haben,

00:33:13: aber einer ist eben bekannt und sichtbar und hat eben genau diese Positionierung,

00:33:17: was du ja eben auch gesagt hattest,

00:33:19: und der andere hat das eben nicht,

00:33:21: dann zahlt der Käufer für den ersten wahrscheinlich mehr,

00:33:24: oder? Wenn sonst alles gleich ist,

00:33:26: Ja, auf jeden Fall.

00:33:28: ja.

00:33:29: Auf jeden Fall. gibt zwei Sachen nicht dazu.

00:33:31: Das eine hört

00:33:32: Mhm.

00:33:33: man wahrscheinlich nicht so gern,

00:33:34: aber wenn sozusagen der Käufer dann die Marke ändern möchte,

00:33:37: dann ist es relativ egal. Das passiert leider auch häufig.

00:33:41: Aber von der &E Seite ist ein zweiter wichtiger Punkt,

00:33:43: den Leute übersehen. Wenn man eine kleine Firma hat,

00:33:47: oder eine Firma hat, die quasi unbekannt ist im Markt,

00:33:51: dann ...

00:33:53: ist es auch schwieriger für Käufer,

00:33:54: dass man gefunden wird und von Käufern angesprochen wird.

00:33:57: Wenn man hingegen eine hohe Sichtbarkeit hat,

00:33:59: erhöht sich die Wahrscheinlichkeit,

00:34:01: dass Käufer einen ansprechen oder die Firma schon mal kennen.

00:34:05: Und ganz häufig, wenn man Käufer hat,

00:34:09: die bisschen professioneller sind,

00:34:11: dann metten die den Markt auch und sagen,

00:34:14: es gibt die Firma, die Firma, die Firma und können sich schon langfristig damit

00:34:19: beschäftigen, dass man die Firma irgendwann einmal kaufen möchte,

00:34:22: wenn man

00:34:23: dafür mal weiß. Deswegen nutzt es halt Sichtbarkeit,

00:34:26: Bekanntheit und Marke.

00:34:30: Wesentlichen etwas Positives, auch wenn die Marke vielleicht verschwindet

00:34:33: nur nach einer Transaktion. Aber es macht immer Sinn sozusagen sichtbar zu sein.

00:34:39: Ja, und wir haben jetzt natürlich viel darüber geredet,

00:34:42: wenn der Inhaber selber eine sehr starke Marke ist und mit dem verbunden ist.

00:34:46: Aber es gibt ja auch viele, ich sag mal,

00:34:50: Vermögensverwaltungsgesellschaften mittlerweile,

00:34:52: es geschafft haben, aus dieser ursprünglichen Inhabermarke eine sehr starke

00:34:57: Firmenmarke zu machen.

00:35:00: ich möchte jetzt mal gar keine Werbung machen,

00:35:02: aber so einer der ersten, der mir einfach einfällt an der Stelle,

00:35:05: ist

00:35:06: DJE

00:35:06: als Beispiel oder auch Acatis, Grüner Fisher. Also, wie gesagt, keine Werbung hier,

00:35:20: sind auch aus Transparenzgründen keine Kunden.

00:35:20: Aber das sind ja jetzt Firmen, die haben es geschafft, von einem sehr starken Inhaber zu so einer Firmenmarke zu werden. Wie siehst du sowas dann? Hilft das beim Wert nochmal deutlich? Also klar,

00:35:31: natürlich sichtbarer, die sind bekannter,

00:35:33: weil

00:35:34: Du hast gerade gesehen, die sind mir auch als allererstes eingefallen.

00:35:38: Aber ist das dann auch ein Problem,

00:35:41: weil du hast ja gesagt, gut, manchmal will man ja eine Marke integrieren.

00:35:45: Das wird ja bei sowas dann eher schwieriger wahrscheinlich,

00:35:48: aber würde mich mal deine Meinung interessieren.

00:35:49: Ja, das hängt davon ab,

00:35:51: wenn wir über Firmen reden, die eine gewisse Größenordnung haben,

00:35:56: dann macht es auch Sinn, mehr darüber nachzudenken,

00:35:59: die Marke zu behalten, als vor vielen,

00:36:02: vielen Jahren MRP damals Ferien gekauft hat als Vermögensverwalter.

00:36:06: War eine sehr etablierte Marke und es hat keinen Sinn gemacht,

00:36:12: die Marke zu

00:36:15: umzuändern. Goodman war

00:36:15: verschmelzen.

00:36:16: einfach zu stark. Das sieht man auch ähnlich,

00:36:18: als vor Jahren AVD damals Tekes gekauft hat.

00:36:23: Komplett verschiedene Marken, verschiedene Kulturen,

00:36:26: hätte man die Marke sozusagen

00:36:29: eingestampft, der Firmenwert sozusagen,

00:36:32: hätte sich mehr als halbiert.

00:36:33: Insofern, wenn die Firma etwas größer und die Marke etwas stärker hat,

00:36:36: das im Sektor etwas sehr positives.

00:36:39: Und selbst wenn sozusagen der Käufer normalerweise dann

00:36:43: die Marken integrieren möchte,

00:36:45: macht es dann einfacher, die Marke einfach zu behalten.

00:36:47: Hängt aber auch mit der Positionierung zusammen,

00:36:49: die wir vorhin angesprochen haben.

00:36:51: Marke muss

00:36:52: Mh.

00:36:52: für etwas stehen. Und dann hinter der Marke,

00:36:54: das auch wichtig, hat man eine Firma,

00:36:56: die einfach aus einem oder mehreren Leuten bestehen.

00:37:02: Und das sind aber die Leute, machen alles,

00:37:04: sie wollen und sind noch einer P &L,

00:37:06: einer GVV zusammengefasst. Oder hat man eine Firma,

00:37:09: wo alle Leute am gleichen Strang ziehen,

00:37:12: wo alle Leute den gleichen Service zum Kunden bieten.

00:37:15: Und wenn jetzt ein Kunde in ein Büro geht in München oder in Stuttgart oder

00:37:19: in Hamburg, kriegt er einen ähnlichen

00:37:21: Service ist ein ähnliches Gefühl und wenn das der Fall ist,

00:37:25: dann hat man eine richtige Firma und nicht nur sozusagen eine eine

00:37:29: Personengesellschaft mit einem Support Team.

00:37:32: Und das sollte eigentlich das Ziel sein für die meisten Unternehmer eine Firma

00:37:35: aufzubauen, die halt verschiedene Büros hat idealerweise oder verschiedene Kanäle,

00:37:41: die Kunden zu erreichen mit einer konsistenten Markenerfahrung.

00:37:47: einen konstanten Investmentproposition im Hintergrund.

00:37:52: Und dann ist die Firma hochattraktiv.

00:37:55: Okay, super. Zum nächsten Thema überschwenkend.

00:38:02: Und das ist ja eigentlich ein guter Zeitpunkt.

00:38:04: wir sind ja, wir nehmen jetzt Anfang Oktober auf und ich habe gefühlt noch

00:38:09: nie so viele Wechsel gesehen wie diesen Oktober auf LinkedIn.

00:38:16: Also gefühlt hat halb LinkedIn den Job gewechselt.

00:38:20: Gefühlt sind auch alle Banken und alle Vermögensverwalter,

00:38:24: die vor ein paar Jahren mal aus Deutschland raus sind,

00:38:26: sind jetzt alle wieder da. Also es ist ganz viel Bewegung gerade im Markt,

00:38:30: vor allen Dingen aber auch beim Thema Konsolidierung.

00:38:33: Auch da, wir sehen wieder ein paar Neugründungen,

00:38:37: das heißt Leute, die von woanders gehen,

00:38:40: aus Banken oder auch von größeren Verwaltern,

00:38:42: die neu gründen. Wir sehen aber auch weitere Konsolidierung,

00:38:45: wo sich Vermögensverwalter zusammenschließen,

00:38:48: aber auch wieder

00:38:49: Private Equity Einkäufer. Und wer das beim letzten Mal verpasst hat,

00:38:54: auf jeden Fall nochmal die erste Folge anhören,

00:38:55: weil da haben wir ganz stark über das Thema Private Equity Entwicklungen

00:38:59: und Einkäufer gesprochen. Also wir sehen jetzt gerade wieder ganz viel Bewegung

00:39:06: und deswegen bin ich auch froh,

00:39:07: dass du überhaupt Zeit gefunden hast heute.

00:39:11: Was treibt die aktuelle Welle aus deiner Sicht?

00:39:15: Was ist da gerade los hinter den Kulissen?

00:39:15: Ich

00:39:18: erzähle nur mal ganz kurz, was gerade in Großbritannien passiert,

00:39:21: weil Großbritannien ist einfach ein größerer Markt und der

00:39:24: ist sozusagen im deutschen Markt so 2,

00:39:25: 3, 4, 5 Jahre voraus. Deswegen ist das normal,

00:39:28: aber es ist eine gute Indikation,

00:39:32: was auch im deutschen Markt passiert.

00:39:34: In Großbritannien, in der Vermögensverwaltungsbranche gab es vor

00:39:37: 10 Jahren drei Private Equity Firmen,

00:39:40: die eine Plattform haben. Heute gibt es 52.

00:39:45: Wir haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Großbritannien

00:39:49: 92 ~ &E Transaktionen nur im Bereich Wealth Management,

00:39:53: Vermögen und so weiter gezählt,

00:39:54: Wahnsinn.

00:39:54: was ein Rekord war seitdem wir das halt tracken seit ungefähr zehn Jahren.

00:39:58: Und von diesen

00:39:59: Mhm.

00:39:59: Transaktionen waren ungefähr 75 Prozent getrieben von Private Equity.

00:40:06: Firmen oder für Firmen oder für Firmen dahinter waren.

00:40:09: Deswegen ist es wichtig, dass man sich mit diesem Thema beschäftigt.

00:40:11: Und der Haupttreiber hinter der Konsolidierung ist einfach,

00:40:15: dass die Anforderungen an Investitionen halt weiter steigen.

00:40:21: Jede Firma muss in AI und Technologie sozusagen investieren,

00:40:25: weiter wachsen zu können. Die Anforderungen von den regulatorischen

00:40:31: werden

00:40:31: immer größer und natürlich reden wir über Märkte,

00:40:35: die auch relativ fragmentiert sind.

00:40:38: Und da macht es einfach Sinn, sozusagen professioneller zu werden

00:40:42: und größer zu werden.

00:40:44: Beispiel gesagt, Großbritannien gibt es momentan in diesem Segment 4500 regulierte

00:40:50: Firmen. Da kann man sich fragen,

00:40:53: braucht man so viele Firmen? Und die Antwort ist ganz klar nein.

00:40:57: Deswegen gibt es diese ganze Konsolidierung.

00:41:00: Und diese Welle stoppt jetzt auch mehr und mehr nach Deutschland über.

00:41:06: Gerade auch weil es mehr Firmen gibt,

00:41:08: die halt

00:41:11: nicht nur den reinen Vertrieb machen,

00:41:13: wie das ja historisch der Fall war,

00:41:14: wo man vor mehreren Jahren halt Vermögensverwaltungsprodukte

00:41:20: im Lebensversicherungsmantel vertrieben hat.

00:41:22: Und dann gab es eine Abschlussprovision und eine relativ mittlere Bestandsprovision,

00:41:26: wo man jetzt, der

00:41:27: Mhm.

00:41:27: Markt ist bisschen reifer geworden,

00:41:29: es gibt jetzt mehr und mehr richtige Vermögensverwalter,

00:41:32: wo halt sehr höhere Bestandsprovisionen einfach da sind,

00:41:34: wo es auch Sinn macht zu konsolidieren.

00:41:36: Und ein ganz wichtiger Punkt, den hast du vorhin angesprochen,

00:41:38: vor zehn Minuten,

00:41:41: man als Vermögensanwalter 500 Millionen managt oder 5 Milliarden managt.

00:41:46: Es sind so viele Assets in der Management,

00:41:49: aber man braucht vielleicht nur ein Team,

00:41:51: was irgendwie 5 oder 10 Prozent größer ist,

00:41:53: vielleicht 2,5 mehr Analysten und ein bisschen mehr Kunden betreut.

00:41:57: Und das ist ein typisches Beispiel,

00:41:59: die ganze Growth Management Branche,

00:42:00: einfach Skalierung und Größe einfach von Vorteil ist.

00:42:04: Aber Achtung, das klappt nur, wenn man auch die Kundenbindung weiterhin einfach

00:42:10: hat und die Kunden

00:42:11: hat und das ist dann so die Gefahr,

00:42:13: dass man einfach zu schnell wächst durch Zukäufe,

00:42:16: aber vergisst,

00:42:16: Mhm.

00:42:17: dass es nicht nur Essen und andere Management geht,

00:42:19: sondern stabile Kundenbeziehungen,

00:42:21: glückliche Kunden. Und das muss man immer in der Balance halten,

00:42:25: wenn man über Wealth Management,

00:42:27: Konsolidierung, &E redet. Das heißt,

00:42:29: Skalierung Sinn macht, aber das macht nur Sinn,

00:42:32: wenn die Kunden sozusagen dabei nicht vergessen werden und man am Ende

00:42:35: des Tages einen richtigen Mehrwert für die Kunden hat.

00:42:38: Was wir zum Beispiel in Großbritannien ganz häufig sehen,

00:42:41: der Fall, dass dazugekauft wird,

00:42:45: dass man einfach sozusagen einen Skaleneffekt hat,

00:42:47: dass man bisschen Kosten rausnehmen kann,

00:42:49: weil man ja nicht immer ein zwei Investment nimmt,

00:42:51: braucht es ja nur noch eins zum Beispiel,

00:42:53: und dass man einen Teil dieser Kostenersparnisse an den Kunden weitergibt.

00:42:59: Ein paar behält man ein als Firma,

00:43:00: dass man bisschen profitabler wird.

00:43:01: Ein Teil gibt man einem Kunden halt weiter.

00:43:04: Und damit kann man eine echte Win-win-Situation einfach kreieren,

00:43:07: wo am Ende des Tages alle glücklich sind.

00:43:09: Und das ist natürlich auch sehr wichtig,

00:43:12: wenn der Regulator auf die Sache aufguckt.

00:43:15: Weil man darf nicht vergessen,

00:43:16: dass in England die FC, in Deutschland die BaFin.

00:43:20: die Konsolidierung auch sehr eng beobachtet,

00:43:23: weil es wichtig ist, dass man nicht nur den Gewinn beachtet,

00:43:29: der ist auch wichtig, aber dass man einen klaren Mehrwert für

00:43:32: die Kunden abliefert und am Ende des eine Win-win-Situation schafft.

00:43:38: Ja, genau. Denn jetzt noch eine Frage,

00:43:42: die wahrscheinlich jeder gerne beantwortet haben möchte.

00:43:47: Ist jetzt ein guter oder ein schlechter Zeitpunkt zu verkaufen und wenn ja,

00:43:51: für wen?

00:43:53: Es ist auf jeden Fall ein guter Zeitpunkt sich mit dem Thema zu beschäftigen.

00:43:57: Wie ich schon vorher gesagt habe,

00:44:00: braucht man sehr viel Zeit, es vorzubereiten.

00:44:03: Aber wenn man eine Firma hat,

00:44:06: die unter einem anderen Eigentümer vielleicht stärker wachsen kann,

00:44:09: oder wenn man selber aus persönlichen oder unterhaltlichen Gründen vielleicht

00:44:13: nicht mehr Vollgas geben kann,

00:44:15: dann kann es schon Sinn machen,

00:44:16: über einen Verkauf nachzudenken.

00:44:20: aber wohlgemerkt, dass die Vorbereitung wichtig ist.

00:44:21: Das heißt, sehr diplomatisch

00:44:22: ausgedrückt.

00:44:28: Was bedeutet denn jetzt auch die Konsolidierung für

00:44:31: die kleineren unabhängigen Verwalter?

00:44:34: Werden die geschluckt? Haben die überhaupt noch eine Chance?

00:44:38: Du bist ja sehr viel in Großbritannien,

00:44:40: da passiert auch viel im Markt.

00:44:43: Was ist so die Schwelle in Großbritannien,

00:44:45: was ihr gerade beobachten könnt,

00:44:46: wo du sagen würdest, unter dem wird es wirklich schwierig?

00:44:51: Da sollte man sich Gedanken machen,

00:44:53: ob man selber mit jemand anderem fusioniert,

00:44:55: ~ größer zu werden oder dann doch lieber gerade an jemanden zu verkaufen.

00:45:00: Wo ist aus deiner

00:45:01: Ja.

00:45:02: Sicht die kritische Masse, was beobachtet ihr da gerade?

00:45:04: Also die Zahlen sind wahrscheinlich ein grosses Paneo bisschen größer

00:45:06: als in Deutschland. Früher hat man immer hier gesagt,

00:45:11: wenn man als eine private Firma zu einer Milliarde S-Signal Management kommt,

00:45:15: dann ist man jemand. Das war lange Zeit sozusagen der Heilig-Gral,

00:45:19: den viele halt private Firmen haben wollten.

00:45:21: Wir haben jetzt gerade eine Statistik veröffentlicht,

00:45:24: die zeigt, dass sozusagen

00:45:27: den Top 20 sein wollte in Großbritannien vor glaube vor zehn Jahren haben sieben

00:45:31: Milliarden ausgereicht. Heute sind es glaube ich 15 oder 16 Milliarden.

00:45:37: Das heißt der Markt konsolidiert und ist ein Race for Scale.

00:45:42: In Deutschland sind die Zahlen noch bisschen kleiner,

00:45:45: aber man darf nicht vergessen,

00:45:47: dass sozusagen auch Kunden international immer mobiler werden.

00:45:54: Das ist auch ein Punkt, man als kleine Firma nicht mehr stemmen kann.

00:45:58: Zum Beispiel haben wir ein großes Problem,

00:46:01: dass die Steuern sich bisschen verändert haben.

00:46:04: Aber es gibt noch keine Wechselsteuer.

00:46:05: Was häufig passiert, wenn Leute in den Ruhestand gehen,

00:46:07: die bisschen Vermögen aufgebaut haben,

00:46:09: dass sie sich ein Ferienhaus kaufen in Spanien oder in Frankreich oder

00:46:13: in Poltow usw. und dann auch einen Berater brauchen,

00:46:16: der nicht nur im Heimatland beraten kann,

00:46:20: sondern auch in anderen Ländern.

00:46:23: Und in Deutschland ist es am Ende des Tages auch ähnlich,

00:46:26: dass Kunden mehr mehr in den Ruhestand gehen werden,

00:46:29: in Ländern wie Spanien, Frankreich und Portugal,

00:46:32: vielleicht Griechenland oder so.

00:46:35: Und dass man auch eine Kompetenz braucht,

00:46:37: ~ über Grenzen hinaus beraten zu können.

00:46:40: Und das kann

00:46:41: Mhm.

00:46:41: einfach eine kleinere Firma, die in einer mittelgroßen Stadt ist,

00:46:44: jetzt nicht unbedingt abliefern.

00:46:49: Und da macht es schon Sinn, über Wachstum,

00:46:52: Partnerschaften nachzudanken. Und ich verstehe schon,

00:46:55: dass jetzt nicht jeder, sozusagen,

00:46:59: Branchen haben möchte in drei,

00:47:01: vier, fünf verschiedenen Ländern,

00:47:02: das ist mir schon klar, aber das war einfach nur auch dazu,

00:47:05: das Thema einfach aufzudeuten,

00:47:08: dass sich die Welt einfach verändert,

00:47:10: im Großen und im Kleinen.

00:47:11: Ja.

00:47:13: Und wenn man zum Beispiel im Kleinen drüber nachdenkt,

00:47:16: wenn jetzt Kunden da sind, die den persönlichen Kontakt

00:47:19: mit dem Vermögenswalter schätzen,

00:47:21: was sie einmal im halben Jahr oder was auch immer halt reinkommen,

00:47:23: einfach ein

00:47:24: einen Kaffee trinken kann. Das ist für viele Kunden

00:47:26: Mhm.

00:47:26: wichtig, aber Kunden, die jetzt auch nur innerhalb von Deutschland umzieht,

00:47:30: dann macht das schon Sinn, dass man ein Büro hat in München,

00:47:33: in Hamburg oder in Wurundum und so weiter.

00:47:35: Ja, ja.

00:47:35: Das kann man als kleine

00:47:36: Firma nicht abbilden und deswegen macht das

00:47:38: Mhm.

00:47:38: schon Sinn,

00:47:39: ein bisschen größer zu denken.

00:47:41: Ja, da hast du recht.

00:47:45: Du hast jetzt auch schon viele Unterschiede zwischen Deutschland

00:47:48: und Großbritannien gesagt. Gibt es noch ein paar,

00:47:51: die wir vielleicht noch nicht besprochen haben,

00:47:53: aber doch ganz interessant sind vielleicht auch,

00:47:57: weil wir haben ja auch festgestellt,

00:47:58: was in Großbritannien passiert ist so eine Vorschau auf das,

00:48:01: was in Deutschland passiert. Was gibt es da noch,

00:48:04: was in der Vorschau so?

00:48:07: Ohne es dazu sehr in die Details reingehen zu wollen,

00:48:11: wenn man einfach auf die Sache global raufguckt,

00:48:14: dann sieht man, dass die Bewertungen für Vermögensverwalter,

00:48:17: z.B. in den USA, deutlich höher sind als überall in Europa.

00:48:22: Großbritannien

00:48:22: Okay.

00:48:23: ist nahe an einer Bewertung an den USA,

00:48:25: das sieht man auch in vielen amerikanischen Firmen,

00:48:27: jetzt in England oder

00:48:27: Mhm.

00:48:28: Großbritannien halt kaufen. Aber die Bewertungen für,

00:48:31: sagt man, mittelgroße Vermögensweite in Deutschland noch nicht

00:48:35: auf dem Niveau sind. Und deswegen sieht man Kapitalisten seinerzeit mitmobilen,

00:48:39: dass mehr und mehr auf die Norddeutschland einfach kommen.

00:48:41: Deswegen sozusagen ist da auch relativ viel Monetaktivität.

00:48:45: Da gibt es natürlich große Chancen für Unternehmer,

00:48:47: dass sie einfach eine höhere Bewertung mitnehmen können,

00:48:49: wenn sie richtig vorbereitet sind.

00:48:52: braucht

00:48:52: man da auch eine gewisse Größe.

00:48:55: Und zum zweiten sieht man halt auch,

00:48:56: dass sich halt der Markt regulatorisch deutlich verändert.

00:48:59: Was wir schon angesprochen haben,

00:49:01: viele Deutsche haben gespart durch Lebensversicherungsprodukte,

00:49:04: weil es halt die Steuerbefreiung gab nach sieben Jahren.

00:49:07: Und jetzt gibt es ja im Januar die neuen Gesetzesänderungen,

00:49:09: das hat Leute auch mehr sparen können durch dieses,

00:49:11: weiß nicht, ich Namen vergessen,

00:49:12: dieses Volksportfolio oder wie auch immer das heißt und so weiter.

00:49:15: Also der Markt bewegt sich in eine Richtung,

00:49:17: wo mehr Flexibilität da ist, wo mehr sozusagen...

00:49:19: Altersvorsorgedepot.

00:49:21: Genau.

00:49:22: Das ist ja gerade so das Thema.

00:49:23: Ich habe

00:49:24: den Namen vergessen.

00:49:26: Ich

00:49:26: weiß nicht, ob das der regulatorisch korrekte Name ist,

00:49:29: aber zumindest ist das der Marketingname.

00:49:31: Und ich hab auch in den letzten Wochen mit einigen Leuten natürlich auch...

00:49:35: Klar, ich bin ja jetzt gerade auch in Deutschland heute,

00:49:38: wo wir aufnehmen, und da kriegt man natürlich viel mit.

00:49:40: Aber ich hab mit jemandem auch gesprochen,

00:49:42: aus der Industrie direkt, und ich meinte so,

00:49:44: hey, du bist auf einmal wieder da,

00:49:47: du bist so wie vom Erdboden verschwunden die letzten Wochen.

00:49:49: Ja, das liegt an dem neuen Altersvorsorgedepot,

00:49:52: weil auf einmal müssen alle mitmachen.

00:49:55: Also offensichtlich scheint die ganze Industrie sich jetzt auf das

00:50:00: im nächsten Jahr vorzubereiten.

00:50:03: Und ich glaube, ich weiß noch nicht,

00:50:05: ob das ein Trugschluss ist. Wir werden es erleben.

00:50:07: Aber der Deutsche hat ja per se Angst vor Aktien und vor Anliegen generell.

00:50:12: Also von daher mal gucken, ob es genauso kommt,

00:50:15: wie es gehypt wird. Aber zumindest geben gerade alle großen

00:50:19: und auch mittelgroßen und kleinen Firmen ihre ganze Aufmerksamkeit gefühlt darauf.

00:50:23: Und da hast du aber wieder recht.

00:50:23: Genau,

00:50:25: Das könnte ein guter Punkt sein.

00:50:26: ist ein ganz wichtiges Thema.

00:50:28: Und dann ein zweiter Punkt, der sich gerade so entwickelt.

00:50:35: Viele Deutsche haben angefangen so vor ungefähr zehn Jahren,

00:50:38: gerade auch vermögend.

00:50:40: schon

00:50:40: mal angefangen vor ungefähr zehn Jahren auch Immobilien zu kaufen.

00:50:43: Das war ja vor 20, 30 Jahren nicht unbedingt der Fall.

00:50:46: Es gab einen riesen Boom in letzten zehn Jahren.

00:50:49: Der Boom ist jetzt auch so bisschen vorbei.

00:50:52: Nach zehn Jahren hat man halt die Steuerbefreiung,

00:50:53: wenn man halt verkauft. Und da gibt es ein paar,

00:50:56: die jetzt auch relativ große Gewinne realisieren aus den Immobilien Investments,

00:51:02: die natürlich dann auch Vermögenswerte geben möchten,

00:51:05: auch mehr Sicherheit zu haben,

00:51:06: mehr Flexibilität und so weiter.

00:51:07: Also ich glaube, da gibt es relativ viele Möglichkeiten,

00:51:10: und viele Trends, dem deutschen Markt helfen werden.

00:51:15: Ich glaube, das macht den Markt von der &E-Seite immer noch viel

00:51:20: aggressiver.

00:51:23: Ich bin sehr zuversichtlich, was die Zugung angeht.

00:51:27: Ja, ich auch. Also ich glaube,

00:51:29: wir zwei haben genug zu tun die nächsten Jahre,

00:51:32: so oder so. Vielleicht haben wir ja auch mal gemeinsam ein Projekt,

00:51:38: wo ich quasi helfe, das Kundenbuch umzugraben oder auch generell einfachen,

00:51:44: wir hatten ja auch darüber gesprochen,

00:51:46: einen sichtbar nachhaltigen Akquiseprozess zu implementieren.

00:51:52: Das ist ja auch so Thema, dass man in der Lage ist,

00:51:54: egal wer gerade den Laden führt,

00:51:56: einfach immer Akquisition zu betreiben,

00:51:59: dass man genug Netzwerke ausgebaut hat,

00:52:01: etc. Es wäre total cool, wenn ich irgendwann mal ein Projekt hätte,

00:52:05: wo wir da, also und jeder, das jetzt heute hört,

00:52:07: kann sich natürlich berufen fühlen,

00:52:09: sich bei einem von uns beiden zu melden.

00:52:11: Aber es wäre cool, wenn ich so ein Projekt hätte und dann sage so,

00:52:14: und jetzt rufen wir den Daniel an und machen den Verkauf.

00:52:20: Das wäre mal auf jeden Fall eine gute Sache.

00:52:23: Also

00:52:24: klar.

00:52:24: es passiert viel im Markt.

00:52:26: Wenn du einem Inhaber geführten Vermögensverwalter jetzt einen

00:52:30: Rat geben dürftest, sein Unternehmen wertvoller und verkaufsfähiger zu machen,

00:52:36: welcher ein Rat wäre das?

00:52:40: Ich würde zwei Ratschläge geben.

00:52:41: Das eine ist, wir die Toren gelassen haben,

00:52:43: langfristig zu denken. Und der zweite Rat ist auch Wachstum,

00:52:47: zu fokussieren. Neukundengewinnung ist ganz zentral,

00:52:52: wenn man die Firma verkaufen möchte.

00:52:54: Eine Firma, wächst, ist viel wertvoller als eine Firma,

00:52:56: schrumpft.

00:52:58: Ja, da hast du auf jeden Fall recht.

00:53:02: Ab wann lohnt es sich, dir zu sprechen oder jemandem wie dir,

00:53:07: weil du kannst ja jetzt auch nicht unbegrenzt Transaktionen und Kunden begleiten,

00:53:11: aber es gibt ja auch ein paar Kollegen deiner Zunft in Deutschland.

00:53:15: Also ab wann lohnt es sich, mit jemandem wie dir zu sprechen?

00:53:20: Muss man schon direkt verkaufen wollen oder auch wenn man es erst in

00:53:24: ein paar Jahren vorhat und du machst dann mal?

00:53:27: so eine Erstberatung oder wie kann man sich das vorstellen?

00:53:29: Ja,

00:53:30: also wir sind relativ selektiv,

00:53:33: was unsere Kundengruppe angeht,

00:53:35: muss ich auch dazu sagen. Aber wir reden gerne mit Leuten,

00:53:41: auch wenn es drei, vier, fünf,

00:53:42: sechs, sieben Jahre weg ist, eine Transaktion.

00:53:44: Das macht immer Sinn sozusagen frühzeitig den Thema sich zu beschäftigen.

00:53:48: Und da wir halt auch bisschen inszernale aufgestellt sind,

00:53:52: machen jetzt vielleicht bei ganz kleinen Firmen das nicht so groß Sinn.

00:53:56: wahrscheinlich zu klein für uns.

00:53:57: Aber wenn wir halt über mittelgroße oder größere Firmen reden,

00:54:01: dann sind wir als Sektorexperten mit deutscher und internationaler Expertise,

00:54:07: glaube ich, relativ einzigartig positioniert,

00:54:10: eine gute oder sehr gute deutsche Firma,

00:54:14: denen dabei zu helfen, sagen, Investoren oder Käufer zu finden,

00:54:17: die auch nicht nur aus dem deutschen Umfeld kommen können,

00:54:20: sondern auch aus dem internationalen Umfeld.

00:54:21: Das ist unsere Spezialität. Und das ist ein Punkt,

00:54:25: den ich nochmal

00:54:26: den Leuten ins Herz legen möchte.

00:54:28: Wenn man eine Firma hat, die eine gewisse Größe oder neuer erreicht hat,

00:54:31: dass man einfach über den Tellerrand hinausblickt und sich einfach darüber denkt,

00:54:36: sozusagen Kapital international

00:54:38: Hm.

00:54:38: probiert ist und dass die meisten besser beraten sind,

00:54:44: wenn man einfach sozusagen ein bisschen weiter denkt.

00:54:48: Ja, sehr

00:54:51: gut. wie erreicht man dich am besten,

00:54:55: wenn man mehr wissen möchte? Klar,

00:54:58: eurer Webseite auf jeden Fall.

00:55:00: Aber wo noch?

00:55:03: Die beiden besten wegen uns erreicht sind über unsere Webseite dyerbaade.com,

00:55:08: Baade mit zwei a oder einfach auf den Innen mit mir Kontakt treten,

00:55:13: finden wir mich auch und dann können wir uns von da halt als weitere besprechen.

00:55:19: Ja, wunderbar. Und noch zum Abschluss.

00:55:22: Was wünscht du den Inhabern, die gerade überlegen,

00:55:25: wann und ob sie diesen Schritt gehen sollen?

00:55:30: Sag mal was für eine Frage meinst,

00:55:32: was ich dir generell wünsche.

00:55:33: Was wünscht

00:55:34: ~

00:55:34: du ihnen? Ja genau, jetzt kannst du nochmal kreativ

00:55:36: Ja.

00:55:37: werden.

00:55:38: Also...

00:55:38: Ich würde Ihnen einfach nur wünschen,

00:55:39: dass Sie wirklich am Ende des Tages nicht den Kunden vergessen.

00:55:42: all denen, weil &E kann ganz schön sein,

00:55:44: dass man ganz große Zahlen hat und hat dann plötzlich die Villa und

00:55:47: die Jacht im Kopf. Das sind alle schöne Nebeneffekte und so weiter.

00:55:51: Aber am Ende des Tages haben die meisten Menschen ihren Beruf gewählt,

00:55:55: weil sie halt im Mehrwert für die Kunden anstiften möchten.

00:55:57: Und das sollte man nicht vergessen.

00:56:00: Wenn man eine Firma gebaut hat,

00:56:01: wo die Kunden glücklich sind,

00:56:03: dann kommt alles andere dazu und dann kann man auch eine sehr,

00:56:06: sehr erfolgreiche ~ &E-Tradition abschließen.

00:56:09: Und das ist eine Sache, ich halt sozusagen jedem anhälschen möchte.

00:56:13: Mit allem Excitement, kommen kann,

00:56:15: ganz einer Aufregung und ganz einem Potenzial.

00:56:17: Fokussier' auf deine Kunden, vergiss dann niemals deinen Kunden und dann

00:56:21: ist alles andere möglich.

00:56:23: Ja, sehr schönes

00:56:24: Schlusswort, das sehe ich ganz genauso.

00:56:26: Und vielen Dank, dass du dir auch noch mal für den zweiten intensiven Teil heute

00:56:31: die Zeit genommen hast. Das ist einfach ein Thema,

00:56:34: wo ich glaube, auch viele Missverständnisse kursieren,

00:56:37: aber auch viele Hürden oder vielleicht auch Vorbehalte.

00:56:41: Ja, weil wir natürlich auch, wenn wir mit ~ &A zu tun haben,

00:56:46: mit Negativpresse auch natürlich.

00:56:50: Ich sag mal von den Heuschrecken sozusagen hören und deswegen war

00:56:52: es schön zu sehen heute, dass es eigentlich gar nicht so ist,

00:56:56: wenn man es richtig macht. Dass ganz viel Menschliches dabei ist,

00:57:00: dass Verkaufsfähigkeit Jahre vor dem Verkauf eigentlich schon beginnt.

00:57:07: Klar, Positionierung, Sichtbarkeit,

00:57:09: Unabhängigkeit vom Inhaber, eine gute Sales Pipeline.

00:57:13: Das, was ich immer wieder sage und auch gerade in einem Report quer durch

00:57:17: Deutschland verschicke. Also wir verschicken gerade ein Report,

00:57:19: da sage ich genau das auch. Also es zahlt genau aufs Thema ein.

00:57:24: Genau und ich danke dir auf jeden Fall,

00:57:25: dass du uns da nochmal diese ganzen Einblicke gegeben hast.

00:57:28: Jeder, der jetzt ja interessiert ist,

00:57:31: sowohl über das eine Thema als auch über das andere zu sprechen,

00:57:34: kann sich dann entweder bei dir oder bei mir jederzeit melden.

00:57:38: Und ja, ich glaube, das wird, das wird

00:57:41: Spannend die nächsten Monate,

00:57:42: Daniel. Ich glaube, wir haben beide viel zu tun.

00:57:46: Ich glaube, da hast du recht. ja,

00:57:47: nochmal vielen Dank, dass ich hier bei dir Podcast erscheinen durfte,

00:57:50: gleich zweimal. Ich bin sehr gefreut,

00:57:52: Alex. Und ja, alles Gute und wir bleiben in Kontakt.

00:57:57: Ja, so lange bis wir dann ein Projekt gemeinsam haben.

00:57:59: Irgendwann wird das passieren.

00:58:02: Genau. danke nochmal. Bis dann.

00:58:04: Super. Ich danke dir auch.

00:58:06: Bis dann.

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